The Male Figure XV Internationale Gruppenausstellung noch bis 11. April 2026
Ines Buff ist fasziniert von Spuren. Seit 15 Jahren geht sie künstlerisch auf Spurensuche. Sie macht Spuren sichtbar und füllt sie mit Informationen. Der Mensch ist dabei Akteur oder Nebensache, er ist Abbild oder Spurenverursacher. Ines Buff nutzt in ihren Werken Techniken der Malerei und Zeichnung und verbindet diese mit Textilkunst, Drucktechniken und Collagen. In der aktuellen Gruppenausstellung ist die freischaffende Künstlerin mit einer Textilcollage mit dem Titel „Im Museum“ vertreten. Die verwendeten Materialien zeigen Spuren des Gebrauchs. Die Bildkomposition fasziniert, so einfach sie ist. Sie ist ein Abbild der Situation, die vor ihrem Werk in der unmittelbaren Gegenwart stattfindet. Das Auge des Betrachters sucht einen Fokus. Ist es der Mann, ist es das Bild im Hintergrund. Oder verweist vielmehr die Blickrichtung des Akteurs auf den Mittelpunkt, der außerhalb des Bildes liegt und damit unserer Vorstellung überlassen bleibt? Das Werk führt die Szene über seinen Rand hinaus. Ines Buff nimmt uns mit auf ihrer Spurensuche und legt dabei detailverliebt Fährten, Vergangenes und Gegenwärtiges werden in Material und Motiv miteinander verknüpft… und am Ende dieses Prozesses hinterlässt sie ihre Spuren.
The Male Figure XV Internationale Gruppenausstellung noch bis 11. April 2026
Andreas Ehret hat 1975 seine Ausbildung als Porzellandreher in der Berufsschule der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meißen begonnen. Anfang der 1990er-Jahre arbeitete er in der künstlerischen Entwicklung der Meißener Manufaktur und absolvierte parallel ein Design-Studium. Seit fast 20 Jahren ist er jetzt als freischaffender Porzellan-Designer tätig. Für ihn ist sein künstlerisches Medium Porzellan ein „charismatischer Stoff, [es ist] eine Herausforderung […] es zu beseelen, zu befragen, indem ich Konflikte in die Formen hereintrage…“. Andreas Ehret hat seine eigene Technik der Porzellanarbeit entwickelt, weil er frei mit dem Material arbeiten möchte. Figürliches Porzellan wird in der Regel seriell gefertigt. Es wird zunächst ein Tonmodell erstellt, dieses in ausformbare Teile zerlegt, von denen dann Gipsformen abgegossen werden. So entstehen aber keine Unikate. Deshalb walzt Ehret plastische Porzellanmasse in gleichmäßiger Stärke aus und schneidet die Teile im lederhaften Zustand zurecht. Diese werden dann mit Porzellanschlicker zu einer Figur zusammengesetzt. Dabei muss beachtet werden, dass das Material im Brand weich wird. Der Künstler arbeitet also als Statiker, der die zusammengefügten Teile sich gegenseitig stützen lässt. Diese Technik hat für Ehret den Reiz, dass sie zu einer gewissen Abstraktion und Konzentration auf das Wesentliche zwingt. Thematisch fokussiert sich Ehret auf die männliche Figur und den individuellen Umgang mit Lustempfinden. Oft zitiert er mit seinen Skulpturen andere Kunstwerke oder Kunstfiguren und überführt sie in seine eigene Formensprache.
The Male Figure XV Internationale Gruppenausstellung noch bis 11. April 2026
Urszula Widzgowska, geboren 1985 in Żary (Polen), lebt und arbeitet seit 2010 als freischaffende Künstlerin in Deutschland. Nach ihrem Masterstudium der Malerei an der Universität Zielona Góra wandte sie sich zunehmend der Textilkunst und modernen Bildhauerei zu. Farbe, Struktur und Material kombiniert sie in ihren Arbeiten zu einem Hybrid zwischen Malerei, Relief und Objektkunst. In der Gruppenausstellung „The Male Figure XV“ zeigen wir ein Werk aus ihrer Serie „Male Archetypes“. Widzgowska überführt bei diesen Arbeiten konsequent die traditionelle Technik des Nassfilzens in den Bereich der Fine Arts und schafft textile Reliefs und Skulpturen, bei denen die Schafwolle als Medium fungieren darf. In Kombination mit Pop-Art-Elementen und der Referenzierung männlicher Archetypen, entzieht die Künstlerin dem Material seine rein dekorative Funktion. Die haptische, fast archaische Struktur der Wolle macht die Tiefe und Komplexität der männlichen Figur physisch erlebbar. Die Filzreliefs entstehen in hunderten Arbeitsstunden durch den gezielten Einsatz von Reibung und Druck und sind eine beindruckende Synthese aus haptischer Erfahrung und bildhafter Ästhetik.
The Male Figure XV Internationale Gruppenausstellung noch bis 11. April 2026
Pierre Etienne Lenoir hat parallel zu einer juristischen Berufslaufbahn zum künstlerischen Schaffen gefunden. Aus der Juristerei ist ihm geblieben, die Welt mit analytischer Strenge zu betrachten, Strukturen zu durchdringen und sowohl das Sichtbare als auch das Unsichtbare zu hinterfragen. Mit seinen Werken versucht er nicht, eine Idee zu illustrieren, sondern ihre Beschaffenheit zu erspüren und ihre Komplexität in bildnerische Formen zu übersetzen. Seine Arbeiten zeigen sein Bedürfnis nach Ordnung und Struktur. Jedes Gemälde ist ein kathartischer Versuch, das Chaos der Welt in eine lesbare und poetische Form zu bringen, und zugleich eine Einladung, sie anders zu betrachten. Kräftige, klare Acrylfarben werden durch ein Netz schwarzer Linien strukturiert, das an Kirchenfenster erinnert und die architektonische Dimension jeder Leinwand verstärkt. Mit seinem markanten Stil an der Schnittstelle von Kubismus, Art Déco und grafischer Erzählkunst erschafft er Szenen des Alltags neu, indem er sie in Facetten zerlegt. Männliche Figuren in Momenten der Intimität interessieren Lenoir besonders und trotz der Zersplitterung in geometrische Formen arbeitet er seine Motive extrem präzise und plastisch aus und erschafft damit kraftvolle und dennoch ruhende Momentaufnahmen, bei denen die harten Kanten der Geometrie mit der organischen Form des menschlichen Körpers kontrastieren.
The Male Figure XV Internationale Gruppenausstellung noch bis 11. April 2026
In der aktuellen Gruppenausstellung „The Male Figure XV“ zeigen wir erstmalig Werke von Naro Pinosa. Der Spanier nutzt die Kunstgattung der Montage und perfektioniert die Ästhetik des Fragments, um Details in neue Kontexte zu stellen. Er macht damit eine Art generalisierte Ästhetik und Erotik über Epochen und Stile hinweg sichtbar. Dabei nutzt er keine Ausschnitte der vermeintlichen Realität, sondern vorhandene Kunstwerke und fügt ihnen durch diese Re-Kontextualisierung eine Bedeutungsebene hinzu. Das Ergebnis zwingt zum genauen Hinschauen und überzeugt durch eine ganz eigene Verbindung von Brüchen und fließenden Übergängen.
The Male Figure XV Internationale Gruppenausstellung ab 26. Februar 2026
Mit Arbeiten von Ines Buff, Uwe Brzezek, Luke Carter, Andreas Ehret, Giuseppe Fiore, Marc Glasze, Markus Hoffmann-Achenbach, Achim Horras, Christian Horras, Daniel Jean, Gerhard Knell, Frank Kleineidam, Pierre-Etienne Lenoir, Philipp Liehr, Nils Martin Müller, Naro Pinosa, Robert C. Rore, Jens Schubert, Gökhan Tuncyürek, Max Ströder, David Weikert, Urszula Widgowska, u.a.
Im fünfzehnten Jahr zeigt die Kunstbehandlung mit der internationalen Gruppenausstellung „The Male Figure“ ein facettenreiches Panorama zeitgenössischer Männerbilder, das frische Perspektiven auf die Darstellung des Männlichen eröffnet. Die international beachtete Werkschau präsentiert eine globale Mischung aus festen Größen der Galerie und aufstrebenden, spannenden Talenten. So entsteht eine vielschichtige Gesamtschau, die den Blick auf die Darstellung des Mannes schärft und erweitert.
Das Besondere an der Gruppenausstellung ist die multidimensionale Auseinandersetzung mit Männlichkeit, die weit über das Genre des Akts hinausgeht. Die gezeigten Werke zeichnen sich durch eine Diversität aus, die häufig einen Bogen zur Kunstgeschichte spannt und bekannte Bildsprachen neu interpretiert. In der Vielfalt der Stile und Techniken, von Porzellanarbeiten über Collagen, verschiedenen Drucktechniken und natürlich Malerei, finden sich ganz unterschiedliche Annäherungen an das Sujet – kritisch bis humorvoll, naturalistisch bis sinnlich und oft mit fein dosierter Erotik.
Die Vernissage findet am 26. Februar 2026 ab 18 Uhr statt.
Unser Kunstbehandlung Kalender bietet jeden Monat gleich zwei Motive und zeigt so einen sehr vielseitigen Überblick aus unserem Galerieprogramm. 24 Männer in unterschiedlichsten Posen, festgehalten in abwechselnden künstlerischen Techniken und Stilen, erinnernd an vielerlei Kunstepochen begleiten so durch das Jahr 2026.
Seit 2010 stellt die Galerie Kunstbehandlung das Sujet „The Male Figure“ ins Zentrum einer jährlichen, international beachteten Gruppenausstellung. Zum Konzept gehört, dass sich zu bekannten Künstlern der Galerie, die zum klassischen Thema Männerbilder arbeiten, immer wieder neue Talente gesellen und damit neue Sichtweisen auf dieses Teilgebiet der figurativen Kunstwelt bei einem sehr diversen Publikum ermöglicht werden.
Die Annäherung an das „Männliche“ erfolgt künstlerisch sehr individuell, persönlich, oftmals kritisch, aber bisweilen auch humorvoll. Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen zeigen eine große Vielfalt an Arbeitstechniken und Stilen, darunter Akt- und Porträtmalerei, Studien, Pop Art, Abstraktion und Fotorealismus.
Für die Ausstellung im Frühjahr 2026 lädt die Galerie eine*n Künstler*in ein, sich an der Gruppenausstellung mit bis zu fünf Werken zu beteiligen. Eingereicht werden können Arbeiten, die auf das Thema „The Male Figure“ Bezug nehmen und mit den Darstellungsformen der bildenden Kunst experimentieren.
Die Bewerbung erfolgt ausschließlich per E-Mail bis 8. Februar 2026 (24 Uhr) an tmf@kunstbehandlung.com
Die Unterlagen sind vorzugsweise als zusammenhängendes PDF mit einer maximalen Dateigröße von 10 MB einzusenden. Die Einreichung muss in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein. Nur vollständige Einreichungen werden akzeptiert. Wir bitten um folgende Informationen / Unterlagen: • Fotografien von maximal fünf Werkbeispielen als Bild mit Titel, Entstehungsjahr, Technik, Maße • Kurzbiografie • Name (ggf. Künstlername), Kontaktdaten, Website, Social Media Links
+++ ENGLISH +++
Since 2010 the Gallery Kunstbehandlung has placed the subject of „The Male Figure“ at the center of an annual internationally renowned group exhibition. The concept includes works by well-known artists from the gallery, who work on the classic theme of men, being joined by new talents, thus enabling new perspectives on this subfield of figurative art to a diverse audience.
The approach to the ‚male figure‘ is artistically quite individual, personal, often critical, at times humorous.
Paintings, drawings and sculptures show a vast variety of techniques and styles, including nude and portrait paintings, sketches, pop art, abstraction and photorealism. The Gallery invites one artist to participate in the upcoming group exhibition in spring 2026 with up to five works of art which have not been exhibited before. Art works referring to the theme „Male Figure“ and experimenting with forms of visual arts can get submitted.
Applications should be sent by email to tmf@kunstbehandlung.com latest by February 8th 2025 (midnight).
We kindly ask for the following information and documentation: • Photographs of a maximum of five examples of work, each with title, year of creation, technique, dimensions • Short Biography • Name ( artist name if applicable), contact details, website, social media links
Preferably all documents should be sent as a coherent pdf with a maximum file size of 10 mb. The submission has to be in German or English language. Complete submissions only will get considered.
Ein ungewöhnlicher Blick auf Körper, Natur und Vergänglichkeit: In dieser Jahresausstellung zeigt Robert C. Rore Männer zwischen romantischer Berglandschaft, Sportlichkeit und Selbstinszenierung. Ausgangspunkt ist ein ebenso kraftvolles wie vergängliches Naturphänomen: das Alpenglühen.
Jenes kurze, intensive Aufleuchten der Berge im letzten Sonnenlicht dient in einem der neuen Werke als visuelles Motiv. Doch anstelle klassischer Landschaftsromantik zeigt Rore einen Downhill-Biker, der den Moment mit einem Selfie festhält. Der Begriff „Männerglühen“ wird dabei zur poetischen Metapher für Robert C. Rores virtuoses Spiel mit männlicher Körperlichkeit und Schönheit – eine Schönheit, die nicht beweisen muss, dass sie existiert. Sie ist einfach da, für einen Moment, bevor sie vergeht. Wie das Alpenglühen selbst: monumental, strahlend und doch flüchtig.
Die Vernissage findet am 28. August ab 18 Uhr in Anwesenheit des Künstlers statt. Hierzu sowie zum Besuch der Ausstellungen laden wir Sie hiermit herzlich ein. Natürlich sind alle gezeigten Werke ab Ausstellungseröffnung auch in unserem Webshop zu sehen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Seit 2010 stellt die Galerie Kunstbehandlung das Sujet „The Male Figure“ ins Zentrum einer jährlichen, international beachteten Gruppenausstellung. Zum Konzept gehört, dass sich zu bekannten Künstlern der Galerie, die zum klassischen Thema Männerbilder arbeiten, immer wieder neue Talente gesellen und damit neue Sichtweisen auf dieses Teilgebiet der figurativen Kunstwelt bei einem sehr diversen Publikum ermöglicht werden.
Die Annäherung an das „Männliche“ erfolgt künstlerisch sehr individuell, persönlich, oftmals kritisch, aber bisweilen auch humorvoll. Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen zeigen eine große Vielfalt an Arbeitstechniken und Stilen, darunter Akt- und Porträtmalerei, Studien, Pop Art, Abstraktion und Fotorealismus.
Für die Ausstellung im Frühjahr 2025 lädt die Galerie eine*n Künstler*in ein, sich an der Gruppenausstellung mit bis zu fünf Werken zu beteiligen. Eingereicht werden können Arbeiten, die auf das Thema „The Male Figure“ Bezug nehmen und mit den Darstellungsformen der bildenden Kunst experimentieren.
Die Bewerbung erfolgt ausschließlich per E-Mail bis 16. Februar 2025 (24 Uhr) an tmf@kunstbehandlung.com
Die Unterlagen sind vorzugsweise als zusammenhängendes PDF mit einer maximalen Dateigröße von 10 MB einzusenden. Die Einreichung muss in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein. Nur vollständige Einreichungen werden akzeptiert. Wir bitten um folgende Informationen / Unterlagen: • Fotografien von maximal fünf Werkbeispielen als Bild mit Titel, Entstehungsjahr, Technik, Maße • Kurzbiografie • Name (ggf. Künstlername), Kontaktdaten, Website, Social Media Links
Since 2010 the Gallery Kunstbehandlung has placed the subject of „The Male Figure“ at the center of an annual internationally renowned group exhibition. The concept includes works by well-known artists from the gallery, who work on the classic theme of men, being joined by new talents, thus enabling new perspectives on this subfield of figurative art to a diverse audience.
The approach to the ‚male figure‘ is artistically quite individual, personal, often critical, at times humorous. Paintings, drawings and sculptures show a vast variety of techniques and styles, including nude and portrait paintings, sketches, pop art, abstraction and photorealism. The Gallery invites one artist to participate in the upcoming group exhibition in spring 2025 with up to five works of art which have not been exhibited before. Art works referring to the theme „Male Figure“ and experimenting with forms of visual arts can get submitted.
Applications should be sent by email to tmf@kunstbehandlung.com latest by February 16th 2025 (midnight).
We kindly ask for the following information and documentation: • Photographs of a maximum of five examples of work, each with title, year of creation, technique, dimensions • Short Biography • Name ( artist name if applicable), contact details, website, social media links
Preferably all documents should be sent as a coherent pdf with a maximum file size of 10 mb. The submission has to be in German or English language. Complete submissions only will get considered.