Gruppenausstellung The Male Figure 2027: open call

open call The Male Figure, Galerie Kunstbehandlung München

Seit 2010 stellt die Galerie Kunstbehandlung das Sujet „The Male Figure“ ins Zentrum einer jährlichen, international beachteten Gruppenausstellung. Zum Konzept gehört, dass sich zu bekannten Künstlern der Galerie, die zum klassischen Thema Männerbilder arbeiten, immer wieder neue Talente gesellen und damit neue Sichtweisen auf dieses Teilgebiet der figurativen Kunstwelt bei einem sehr diversen Publikum ermöglicht werden.
Die Annäherung an das „Männliche“ erfolgt künstlerisch sehr individuell, persönlich, oftmals kritisch, aber bisweilen auch humorvoll. Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen zeigen eine große Vielfalt an Arbeitstechniken und Stilen, darunter Akt- und Porträtmalerei, Studien, Pop Art, Abstraktion und Fotorealismus.
Für die Ausstellung im Frühjahr 2027 lädt die Galerie Künstler*innen ein, sich an der Gruppenausstellung mit bis zu fünf Werken zu beteiligen. Eingereicht werden können Arbeiten, die auf das Thema „The Male Figure“ Bezug nehmen und mit den Darstellungsformen der bildenden Kunst experimentieren.

Die Bewerbung erfolgt ausschließlich per E-Mail bis 7. Februar 2027 (24 Uhr) an  tmf@kunstbehandlung.com

Die Unterlagen sind vorzugsweise als zusammenhängendes PDF mit einer maximalen Dateigröße von 10 MB einzusenden. Die Einreichung muss in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein. Nur vollständige Einreichungen werden akzeptiert. Wir bitten um folgende Informationen / Unterlagen:
– Fotografien von maximal fünf Werkbeispielen als Bild mit Titel, Entstehungsjahr, Technik, Maße
– Kurzbiografie
– Name (ggf. Künstlername), Kontaktdaten, Website, Social Media Links

Open Call: The Male Figure 2027

The Mal Figure - open call 2027

Since 2010 the Gallery Kunstbehandlung has placed the subject of „The Male Figure“ at the center of an annual internationally renowned group exhibition. The concept includes works by well-known artists from the gallery, who work on the classic theme of men, being joined by new talents, thus enabling new perspectives on this subfield of figurative art to a diverse audience.

The approach to the ‚male figure‘ is artistically quite individual, personal, often critical, at times humorous.
Paintings, drawings and sculptures show a vast variety of techniques and styles, including nude and portrait paintings, sketches, pop art, abstraction and photorealism.

The Gallery invites artists to participate in the upcoming group exhibition in spring 2027  with up to five works of art which have not been exhibited before. Art works referring to the theme „Male Figure“ and experimenting with forms of visual arts can get submitted.

Applications should be sent by email to tmf@kunstbehandlung.com latest by February 7th 2027 (midnight).

We kindly ask for the following information and documentation:
– Photographs of a maximum of five examples of work, each with title, year of creation, technique, dimensions
– Short Biography
– Name ( artist name if applicable), contact details, website, social media links

Preferably all documents should be sent as a coherent pdf with a maximum file size of 10 MB. The submission has to be in German or English language. Complete submissions only will get considered. 

Kalender-Vielfalt für 2027

Die neuen Kalender aus der Kunstbehandlung für 2027 sind da. Einen abwechslungsreichen Einblick in unser Galerieprogramm mit jeweils zwei Motiven pro Monat bietet der doppelseitige Kunstbehandlung-Kalender.

Neu im Programm sind die Kalender mit Werken von Naro Pinosa und der mit farbigen Skizzen von Robert C. Rore. Neue Malereien von Robert C. Rore sowie Werke von Kurt Walters, Max Ströder und Astrid Köhler verschönern mit den jeweiligen kunstvollen Begleitern das Jahr 2027.

Alle Kalender gibt es ab sofort in unserem Webshop und natürlich auch bei uns in der Müllerstraße.

https://kunstbehandlung.com/Gruppenausstellungen/Drucksachen

Herrschaftliche Herdentiere und urbane Archäologie bei der Gruppenausstellung „en détail 3“

Marta Zientkowska, Hahn 1, Öl/Schlagmetall auf Holz, 30x30cm, sign., dat. 2026

In der aktuellen Gruppenausstellung „en détail 3“ zeigen wir Werke von Marta Zientkowska-Schulz.
Aus einer Porträtserie stammen die Gemälde, die Hahn und Kuh in der Rolle aristokratischer Persönlichkeiten darstellen. Die fotorealistisch gemalten Tiere werden nicht karikiert, sondern würdevoll wie klassische Herrscher inszeniert – mit kostbaren Gewändern, Schmuck und Krone vor goldenem Grund. Durch dieses Spiel mit Symbolen von Macht und Status entsteht ein leiser, absurder Humor.
Zusammen mit Astrid Köhler entstand die Werkgruppe „kleinode(l)“. Ausgangspunkt für die art trouvé-Objekte ist urbane Archäologie: Dinge, die Menschen über Toiletten und Kanalisation verloren haben. In Kooperation mit einem Abwasserentsorger wurden diese unerwartet persönlichen Fundstücke gesammelt und gereinigt – darunter ein Rosenkranz, ein Taschenmesser, ein Mobiltelefon und eine Armbanduhr, teils mit noch sichtbaren Gebrauchsspuren.
Eingeschlossen in Kunstharz und mit Licht inszeniert, verwandelt sich das scheinbar Wertlose in leuchtende, detailreiche Kleinodien. Wie in Bernstein konservieren diese Artefakte banale Zeugnisse unserer Gegenwart und erzählen davon, was wir besaßen, benutzten – und verloren haben.

Geflügelter Mythos in der Edition Kunstbehandlung

Die Skulptur „Wings“ von Florin 3D spielt mit dem Kontrast zwischen Körperkult und emotionaler Verletzlichkeit. Die betonte Muskulatur und die heroische Pose stehen hier nicht für Kampf, sondern im Mittelpunkt steht die unaufgeregte, aber spannungsgeladene Intimität zweier Männer – im Moment unmittelbar vor dem Kuss.
Während die Vorderseite vorsichtige Annäherung zeigt, offenbart die Rückseite die bereits umarmenden Arme und damit tiefe Verbundenheit. Die Flügel verleihen dieser männlichen Liebe jene Monumentalität, die die Kunstgeschichte lange Zeit religiösen oder heterosexuellen Motiven vorbehalten hat.

en détail – Internationale Gruppenausstellung

Internationale Gruppenausstellung "en détail", Kunstbehandlung

en détail – Gruppenausstellung
08. – 31. Oktober 2026

Das Detail funktioniert wie eine Lupe, die den Blick vom reinen Motiv direkt auf Maltechnik, Symbole und vom Künstler gelegte Fährten lenkt. In winzigen Elementen – wie einem feinen Lichtreflex oder einem versteckten Gegenstand – verbergen sich oft die spannendsten Hinweise auf für den Betrachter verborgene Szenen und tiefere Bedeutungen. So wird das unscheinbare Nebensächliche zum eigentlichen Schlüssel um die Szenerie vollständig zu erforschen. Bei den Werken der Gruppenausstellung „en détail“ sind feinste Einzelheiten elementar. In Art trouvé-Objekten wird das Detail ergänzt durch die Aura der Geschichte, die an einem vorgefundenen Objekt haftet. In harmonisch dirigierten Montagen nimmt das Detail eine, unauffällige, aber strukturierende Rolle ein. Manchmal zieht ein einzelnes Haar ein bisschen zu viel Aufmerksamkeit auf sich und in kleinen Skulpturen entscheidet das Detail darüber, wie die Illusion über die Materialität funktioniert. Die Gruppenausstellung nimmt mit auf eine detailreiche Spurensuche zwischen bedeutungsvollen Ausschnitten der dargestellten Welt.

Verlassener Olymp – Jahresausstellung von Robert C. Rore

Robert C. Rore: Der Schwimmer

Verlassener Olymp
Jahresausstellung von Robert C. Rore
27. August bis 2. Oktober 2026

    Robert C. Rore hat Freude am Göttermotiv und arbeitet gleichzeitig an der Entzauberung der Männer-Mythen. Wenn der Olymp verlassen ist, wo sind die Götter dann hin? Rores Bilder geben die Antwort: Sie sind mitten unter uns. Sie sitzen im Jogginganzug in der Küche, liegen auf der Couch oder machen Pause am Bergsee.

    Der Münchner Maler zitiert kunsthistorische Motive wie das der unzähligen männlichen Gefährten und Geliebten der Götter oder das der von den Göttern geschlagenen Helden. Er zeigt dabei friedliche, aber einsame Szenerien, wenn ein Protagonist beispielsweise nachdenklich oder entspannt im Gegenlicht sitzt. Rores Figuren wirken dabei oft berührbar, gleichzeitig in sich gekehrt. Im „verlassenen Olymp“ herrscht genau diese Atmosphäre: Der Lärm der Welt und das Getöse der Heldenmythen sind verstummt, übrig bleibt der nackte, ruhige Moment.

    Die Vernissage findet am Donnerstag, den 27. August 2026 ab 18:00 Uhr statt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Müllerstraße – oder virtuell.

    30 Jahre Kunstbehandlung – Jubiläumsausstellung

    Seit 1996 prägt die Kunstbehandlung mit ihrer markanten roten Fassade und dem unscharfen Schriftzug, der an der eigenen Wahrnehmung zweifeln lässt, das Münchner Glockenbachviertel. Schon von außen wird bei diesem Logo klar: Hier werden Sehgewohnheiten hinterfragt, das Blickfeld unerwartet erweitert.

    Auch nach drei Jahrzehnten und über 280 Ausstellungen bleibt unsere unstillbare Neugier auf neue, nie gesehene Bilder der kreative Motor der Kunstbehandlung.

    Zur Jubiläumsausstellung haben wir Künstler der Galerie eingeladen. Darunter Wegbegleiter der ersten Stunde und junge Talente, die erst seit kurzem im Ausstellungsprogramm sind. Die Jubiläumsschau bietet so einen repräsentativen Querschnitt aus der langjährigen Galeriearbeit. Die Exponate laden ein zum Entdecken, zum Schwelgen in kollektiven Erinnerungen, zum Amüsieren und Genießen.

    Die Vernissage findet am Donnerstag, den 9. Juli 2026 ab 18:00 Uhr statt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Müllerstraße – oder virtuell.

    Kabinettausstellung Naro Pinosa

    Naro Pinosa, El Emperador, Fotomontage/C-Print, 37x51cm, Blattgröße DIN A2 42x59,4cm, Aufl. 1/1, sign., dat. 2026

    Der spanische Künstler Naro Pinosa begeistert mit seinen Montagen, die ob ihrer Stimmigkeit verblüffen, zum genauen Hinschauen zwingen und unsere Sehgewohnheiten mit einem Augenzwinkern hinterfragen. Er perfektioniert die Ästhetik des Fragments und schafft Eyecatcher über Epochen und Stile hinweg, kreiert narrative Räume. Die funktionieren wie Träume oder Erinnerungen – in Details, Symbolen und sich überlagernden Schichten. Über die visuellen Brüche inszeniert Naro Pinosa sinnliches Begehren, das Versteckte und verführerische Intimität.

    Die Kunsthalle München zeigt Naro Pinosas Werk aktuell ebenfalls, bei uns sind seine Werke noch bis 4. Juli zu sehen. Ab 9. Juli begehen wir dann unser 30-jähriges Jubiläum mit einer spannenden Gruppenausstellung.

    Magic Bar Tour 2026 mit Preview Naro Pinosa

    Naro Pinosa, Descanso, 2026

    Die Kunstbehandlung ist von Anfang an, seit 26 Jahren, Station auf der Magic Bar Tour. Zwischen 16 und 20 Uhr bieten wir am Mittwoch, 3. Juni, am Abend vor dem bayerischen Feiertag Fronleichnam, ein prickelndes Glas gut gekühlten Prosecco und eine Preview zur ersten Einzelausstellung von Naro Pinosa.

    Der Spanier nutzt die Kunstgattung der Montage und perfektioniert die Ästhetik des Fragments, um Details in neue Kontexte zu stellen. Das Ergebnis zwingt zum genauen Hinschauen und überzeugt durch eine ganz eigene Verbindung von Brüchen, fließenden Übergängen und verführerischer Sinnlichkeit. In der Kunsthalle München ist Naro Pinosas Werk aktuell ebenfalls zu sehen.

    Kurt Walters Gemälde mit modernen Interpretationen von Heimatidylle an verborgenen, privaten Orten und attraktiven Männern in freier Wildbahn werden zur Magic Bar Tour auch gezeigt.