


The Male Figure XV
Internationale Gruppenausstellung
noch bis 11. April 2026
Geprägt vom Berliner Graffiti der 1990er Jahre, transformiert Gökhan Tuncyürek die Dynamik des „Style-Writing“ in eine eigenständige, abstrakte Formensprache. Seine Kompositionen bewegen sich zwischen der Strenge des lateinischen Alphabets und Einflüssen des Konstruktivismus. Dabei bricht Tuncyürek die urbane Ästhetik in komplexe Symmetrien auf, die weit über klassische Graffiti-Assoziationen hinausgehen. In seinen skulpturalen Arbeiten nutzt er vorzugsweise Holz, um die Facetten menschlicher Existenz greifbar zu machen. Die markanten, kantigen Formen verstehen sich als bewusster Kontrapunkt zur gesellschaftlichen Konformität. In der in der Gruppenausstellung „The Male Figure XV“ gezeigten Arbeit „protect me“ thematisiert er das Paradoxon von Schutz und Verletzlichkeit: Eine abweisende Hülle aus Spitzen fungiert als Schutzschild, während im Inneren ein weicher Kern die männliche Zerbrechlichkeit offenbart. Ein energievolles, dynamisches Werk, das urbane Street Art in zeitgenössische, skulpturale Abstraktion überführt.













