Kategoriearchiv: Veranstaltungen

Veranstaltungen in der Kunstbehandlung München

Verlassener Olymp – Jahresausstellung von Robert C. Rore

Robert C. Rore: Der Schwimmer

Verlassener Olymp
Jahresausstellung von Robert C. Rore
27. August bis 2. Oktober 2026

    Robert C. Rore hat Freude am Göttermotiv und arbeitet gleichzeitig an der Entzauberung der Männer-Mythen. Wenn der Olymp verlassen ist, wo sind die Götter dann hin? Rores Bilder geben die Antwort: Sie sind mitten unter uns. Sie sitzen im Jogginganzug in der Küche, liegen auf der Couch oder machen Pause am Bergsee.

    Der Münchner Maler zitiert kunsthistorische Motive wie das der unzähligen männlichen Gefährten und Geliebten der Götter oder das der von den Göttern geschlagenen Helden. Er zeigt dabei friedliche, aber einsame Szenerien, wenn ein Protagonist beispielsweise nachdenklich oder entspannt im Gegenlicht sitzt. Rores Figuren wirken dabei oft berührbar, gleichzeitig in sich gekehrt. Im „verlassenen Olymp“ herrscht genau diese Atmosphäre: Der Lärm der Welt und das Getöse der Heldenmythen sind verstummt, übrig bleibt der nackte, ruhige Moment.

    Die Vernissage findet am Donnerstag, den 27. August 2026 ab 18:00 Uhr statt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Müllerstraße – oder virtuell.

    30 Jahre Kunstbehandlung – Jubiläumsausstellung

    Seit 1996 prägt die Kunstbehandlung mit ihrer markanten roten Fassade und dem unscharfen Schriftzug, der an der eigenen Wahrnehmung zweifeln lässt, das Münchner Glockenbachviertel. Schon von außen wird bei diesem Logo klar: Hier werden Sehgewohnheiten hinterfragt, das Blickfeld unerwartet erweitert.

    Auch nach drei Jahrzehnten und über 280 Ausstellungen bleibt unsere unstillbare Neugier auf neue, nie gesehene Bilder der kreative Motor der Kunstbehandlung.

    Zur Jubiläumsausstellung haben wir Künstler der Galerie eingeladen. Darunter Wegbegleiter der ersten Stunde und junge Talente, die erst seit kurzem im Ausstellungsprogramm sind. Die Jubiläumsschau bietet so einen repräsentativen Querschnitt aus der langjährigen Galeriearbeit. Die Exponate laden ein zum Entdecken, zum Schwelgen in kollektiven Erinnerungen, zum Amüsieren und Genießen.

    Die Vernissage findet am Donnerstag, den 9. Juli 2026 ab 18:00 Uhr statt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Müllerstraße – oder virtuell.

    Kabinettausstellung Naro Pinosa

    Naro Pinosa, El Emperador, Fotomontage/C-Print, 37x51cm, Blattgröße DIN A2 42x59,4cm, Aufl. 1/1, sign., dat. 2026

    Der spanische Künstler Naro Pinosa begeistert mit seinen Montagen, die ob ihrer Stimmigkeit verblüffen, zum genauen Hinschauen zwingen und unsere Sehgewohnheiten mit einem Augenzwinkern hinterfragen. Er perfektioniert die Ästhetik des Fragments und schafft Eyecatcher über Epochen und Stile hinweg, kreiert narrative Räume. Die funktionieren wie Träume oder Erinnerungen – in Details, Symbolen und sich überlagernden Schichten. Über die visuellen Brüche inszeniert Naro Pinosa sinnliches Begehren, das Versteckte und verführerische Intimität.

    Die Kunsthalle München zeigt Naro Pinosas Werk aktuell ebenfalls, bei uns sind seine Werke noch bis 4. Juli zu sehen. Ab 9. Juli begehen wir dann unser 30-jähriges Jubiläum mit einer spannenden Gruppenausstellung.

    Magic Bar Tour 2026 mit Preview Naro Pinosa

    Naro Pinosa, Descanso, 2026

    Die Kunstbehandlung ist von Anfang an, seit 26 Jahren, Station auf der Magic Bar Tour. Zwischen 16 und 20 Uhr bieten wir am Mittwoch, 3. Juni, am Abend vor dem bayerischen Feiertag Fronleichnam, ein prickelndes Glas gut gekühlten Prosecco und eine Preview zur ersten Einzelausstellung von Naro Pinosa.

    Der Spanier nutzt die Kunstgattung der Montage und perfektioniert die Ästhetik des Fragments, um Details in neue Kontexte zu stellen. Das Ergebnis zwingt zum genauen Hinschauen und überzeugt durch eine ganz eigene Verbindung von Brüchen, fließenden Übergängen und verführerischer Sinnlichkeit. In der Kunsthalle München ist Naro Pinosas Werk aktuell ebenfalls zu sehen.

    Kurt Walters Gemälde mit modernen Interpretationen von Heimatidylle an verborgenen, privaten Orten und attraktiven Männern in freier Wildbahn werden zur Magic Bar Tour auch gezeigt.

    Kurt Walters – Kabinettausstellung 2026

    Kurt Walters
    Kabinettausstellung 2026
    13. Mai – 6. Juni 2026

    Kurt Walters kombiniert in seinen Gemälden faszinierend Sehnsucht und Provokation. Er greift die tief verwurzelten Motive der deutschen Romantik und alpinen Folklore auf, befreit das oft konservative Sujet der Heimatmalerei jedoch aus seiner Verstaubtheit. An verborgenen, privaten Rückzugsorten platziert er attraktive Männer in zeitgenössischen Kontexten und erschafft so eine völlig neue Idylle.

    Walters’ Werk ist ein intellektuelles Spiel mit Referenzen: Von antiker Mythologie über die kühle Ästhetik der Neuen Sachlichkeit bis hin zu homoerotischen Traditionen. Dass er zudem ein meisterhafter Landschaftsmaler ist, rückt angesichts der intensiven Körperlichkeit und der elektrisierenden Blickkontakte in freier Wildbahn fast in den Hintergrund – und genau darin liegt die fesselnde Spannung seiner Kunst.

    Die Vernissage findet am Tag vor Christi Himmelfahrt, am Mittwoch, den 13. Mai 2026 ab 18:00 Uhr statt.

    Nils Martin Müller bei der Gruppenausstellung The Male Figure XV

    Nils Martin Müller, Daydream, Installation aus Papier/Pappe/Holz/Heißkleber unter Glassturz, H 42cm,  Ø 23cm, dat. 2017

    The Male Figure XV
    Internationale Gruppenausstellung
    noch bis 11. April 2026

    Tagträume sind eine Brücke zwischen der harten Realität und der grenzenlosen inneren Welt, sie thematisieren Identität, Eskapismus und die Dehnung von Zeit. Mit seiner Technik der räumlichen Collage und des Papierschnitts macht Nils Martin Müller den Zustand des Tagträumens physisch erfahrbar, wenn die Augen des Betrachters in seiner opulenten Miniatur in der aktuellen Gruppenausstellung „The Male Figure XV“ auf Reise gehen. Ausgangsmaterial von Müllers Arbeiten sind Fundstücke aus der visuellen Massenkultur – Trivialmagazine, Modezeitschriften oder Clubplakate –, die aus ihrem ursprünglichen Kontext gelöst und neu arrangiert werden. In der Arbeit für „The Male Figure XV“ steht dabei explizit der Queer Gaze sowie eine homoerotische Perspektive im Fokus, die Betrachter*innen dazu einlädt, eigene Sehgewohnheiten zu reflektieren und zu hinterfragen.

    Nils Martin Müller, Daydream, Installation aus Papier/Pappe/Holz/Heißkleber unter Glassturz, H 42cm,  Ø 23cm, dat. 2017

    Ines Buff bei der Gruppenausstellung The Male Figure XV

    Ines Buff, Im Museum, Öl, Textilcollage aus gebrauchten Stoffen, 78x45cm, sign. inverso, dat. 2024

    The Male Figure XV
    Internationale Gruppenausstellung
    noch bis 11. April 2026

    Ines Buff ist fasziniert von Spuren. Seit 15 Jahren geht sie künstlerisch auf Spurensuche. Sie macht Spuren sichtbar und füllt sie mit Informationen. Der Mensch ist dabei Akteur oder Nebensache, er ist Abbild oder Spurenverursacher. Ines Buff nutzt in ihren Werken Techniken der Malerei und Zeichnung und verbindet diese mit Textilkunst, Drucktechniken und Collagen. In der aktuellen Gruppenausstellung ist die freischaffende Künstlerin mit einer Textilcollage mit dem Titel „Im Museum“ vertreten. Die verwendeten Materialien zeigen Spuren des Gebrauchs. Die Bildkomposition fasziniert, so einfach sie ist. Sie ist ein Abbild der Situation, die vor ihrem Werk in der unmittelbaren Gegenwart stattfindet. Das Auge des Betrachters sucht einen Fokus. Ist es der Mann, ist es das Bild im Hintergrund. Oder verweist vielmehr die Blickrichtung des Akteurs auf den Mittelpunkt, der außerhalb des Bildes liegt und damit unserer Vorstellung überlassen bleibt? Das Werk führt die Szene über seinen Rand hinaus. Ines Buff nimmt uns mit auf ihrer Spurensuche und legt dabei detailverliebt Fährten, Vergangenes und Gegenwärtiges werden in Material und Motiv miteinander verknüpft… und am Ende dieses Prozesses hinterlässt sie ihre Spuren.

    Urszula Widgowska bei der Gruppenausstellung The Male Figure XV

    Urszula Widgowska, Poolboy, Filzrelief, 50x74cm, sign., dat. 2026, gerahmt

    The Male Figure XV
    Internationale Gruppenausstellung
    noch bis 11. April 2026

    Urszula Widzgowska, geboren 1985 in Żary (Polen), lebt und arbeitet seit 2010 als freischaffende Künstlerin in Deutschland. Nach ihrem Masterstudium der Malerei an der Universität Zielona Góra wandte sie sich zunehmend der Textilkunst und modernen Bildhauerei zu. Farbe, Struktur und Material kombiniert sie in ihren Arbeiten zu einem Hybrid zwischen Malerei, Relief und Objektkunst. In der Gruppenausstellung „The Male Figure XV“ zeigen wir ein Werk aus ihrer Serie „Male Archetypes“. Widzgowska überführt bei diesen Arbeiten konsequent die traditionelle Technik des Nassfilzens in den Bereich der Fine Arts und schafft textile Reliefs und Skulpturen, bei denen die Schafwolle als Medium fungieren darf. In Kombination mit Pop-Art-Elementen und der Referenzierung männlicher Archetypen, entzieht die Künstlerin dem Material seine rein dekorative Funktion. Die haptische, fast archaische Struktur der Wolle macht die Tiefe und Komplexität der männlichen Figur physisch erlebbar. Die Filzreliefs entstehen in hunderten Arbeitsstunden durch den gezielten Einsatz von Reibung und Druck und sind eine beindruckende Synthese aus haptischer Erfahrung und bildhafter Ästhetik.

    The Male Figure XV – Internationale Gruppenausstellung

    The Male Figure

    The Male Figure XV
    Internationale Gruppenausstellung
    ab 26. Februar 2026

    Mit Arbeiten von Ines Buff, Uwe Brzezek, Luke Carter, Andreas Ehret, Giuseppe Fiore, Marc Glasze, Markus Hoffmann-Achenbach, Achim Horras, Christian Horras, Daniel Jean, Gerhard Knell, Frank Kleineidam, Pierre-Etienne Lenoir, Philipp Liehr, Nils Martin Müller, Naro Pinosa, Robert C. Rore, Jens Schubert, Gökhan Tuncyürek, Max Ströder, David Weikert, Urszula Widgowska, u.a.

    Im fünfzehnten Jahr zeigt die Kunstbehandlung mit der internationalen Gruppenausstellung „The Male Figure“ ein facettenreiches Panorama zeitgenössischer Männerbilder, das frische Perspektiven auf die Darstellung des Männlichen eröffnet. Die international beachtete Werkschau präsentiert eine globale Mischung aus festen Größen der Galerie und aufstrebenden, spannenden Talenten. So entsteht eine vielschichtige Gesamtschau, die den Blick auf die Darstellung des Mannes schärft und erweitert.

    Das Besondere an der Gruppenausstellung ist die multidimensionale Auseinandersetzung mit Männlichkeit, die weit über das Genre des Akts hinausgeht. Die gezeigten Werke zeichnen sich durch eine Diversität aus, die häufig einen Bogen zur Kunstgeschichte spannt und bekannte Bildsprachen neu interpretiert. In der Vielfalt der Stile und Techniken, von Porzellanarbeiten über Collagen, verschiedenen Drucktechniken und natürlich Malerei, finden sich ganz unterschiedliche Annäherungen an das Sujet – kritisch bis humorvoll, naturalistisch bis sinnlich und oft mit fein dosierter Erotik.

    Die Vernissage findet am 26. Februar 2026 ab 18 Uhr statt.

    Mathes Schweinberger bei der Gruppenausstellung en détail 2

    Mathes Schweinberger, „Mann im Fenster“, 80x60cm, Öl auf Leinwand, signiert, 2020

    en détail 2 – Internationale Gruppenausstellung
    27. November 2025 bis 10. Januar 2026

    Mathes Schweinberger ist bei der aktuellen Gruppenausstellung mit mehreren Werken vertreten. Der 1963 in Lünen geborene freischaffende Maler und Grafiker hat einen künstlerischen Schwerpunkt auf Zeichnungen von Stadt- und Architekturansichten. In den gezeigten Arbeiten hält er Szenen, fest, in denen eigentlich nichts zu passieren scheint. Er widmet sich der scheinbaren Ereignislosigkeit und gibt sich dabei dem Detail hin. Oftmals sind es architektonische Besonderheiten, die er akribisch festhält, dokumentiert. Er wechselt beim gleichen Motiv zwischen dynamischen, entschlossenen Bildelementen hin zu fein ausgearbeiteten Einzelheiten. Farbe nutzt er sparsam und bedacht und setzt sie zusammen mit Weglassungen und Lichtelementen ein, um dem Betrachter Fährten durch seine Bilder zu legen und ihn damit auf eine detaillierte Spurensuche zu locken – dorthin, wo vermeintlich nur Nebensächlichkeiten passieren.