Schlagwortarchiv: Männerakt

Verlassener Olymp – Jahresausstellung von Robert C. Rore

Robert C. Rore: Der Schwimmer

Verlassener Olymp
Jahresausstellung von Robert C. Rore
27. August bis 2. Oktober 2026

    Robert C. Rore hat Freude am Göttermotiv und arbeitet gleichzeitig an der Entzauberung der Männer-Mythen. Wenn der Olymp verlassen ist, wo sind die Götter dann hin? Rores Bilder geben die Antwort: Sie sind mitten unter uns. Sie sitzen im Jogginganzug in der Küche, liegen auf der Couch oder machen Pause am Bergsee.

    Der Münchner Maler zitiert kunsthistorische Motive wie das der unzähligen männlichen Gefährten und Geliebten der Götter oder das der von den Göttern geschlagenen Helden. Er zeigt dabei friedliche, aber einsame Szenerien, wenn ein Protagonist beispielsweise nachdenklich oder entspannt im Gegenlicht sitzt. Rores Figuren wirken dabei oft berührbar, gleichzeitig in sich gekehrt. Im „verlassenen Olymp“ herrscht genau diese Atmosphäre: Der Lärm der Welt und das Getöse der Heldenmythen sind verstummt, übrig bleibt der nackte, ruhige Moment.

    Die Vernissage findet am Donnerstag, den 27. August 2026 ab 18:00 Uhr statt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Müllerstraße – oder virtuell.

    Kurt Walters – Kabinettausstellung 2026

    Kurt Walters
    Kabinettausstellung 2026
    13. Mai – 6. Juni 2026

    Kurt Walters kombiniert in seinen Gemälden faszinierend Sehnsucht und Provokation. Er greift die tief verwurzelten Motive der deutschen Romantik und alpinen Folklore auf, befreit das oft konservative Sujet der Heimatmalerei jedoch aus seiner Verstaubtheit. An verborgenen, privaten Rückzugsorten platziert er attraktive Männer in zeitgenössischen Kontexten und erschafft so eine völlig neue Idylle.

    Walters’ Werk ist ein intellektuelles Spiel mit Referenzen: Von antiker Mythologie über die kühle Ästhetik der Neuen Sachlichkeit bis hin zu homoerotischen Traditionen. Dass er zudem ein meisterhafter Landschaftsmaler ist, rückt angesichts der intensiven Körperlichkeit und der elektrisierenden Blickkontakte in freier Wildbahn fast in den Hintergrund – und genau darin liegt die fesselnde Spannung seiner Kunst.

    Die Vernissage findet am Tag vor Christi Himmelfahrt, am Mittwoch, den 13. Mai 2026 ab 18:00 Uhr statt.

    David Weikert bei der Gruppenausstellung The Male Figure XV

    David Weikert, threadbare, Stickerei auf Baumwolltuch, ca. 80x50cm, 2026

    The Male Figure XV
    Internationale Gruppenausstellung
    noch bis 11. April 2026

    „Threadbare“ – „Fadenscheinig“ hat David Weikert eine Stickerei auf Baumwolltuch betitelt, die wir in der Gruppenausstellung „The Male Figure XV“ zeigen. Als Betrachter möchte man in die dichte, pyramidenartige Ansammlung von männlichen Akten hineinzoomen. Die Gruppe nackter Männer ist scheinbar unauflöslich ineinander verschlungen. Unregelmäßig und fast „nervös“ wirkt die Linienführung, was den Figuren eine fragile, fast zitternde Lebendigkeit verleiht. Die Komposition erinnert dabei an klassische Motive der Kunstgeschichte, wie etwa Darstellungen des Jüngsten Gerichts oder ringende Athleten. Die Materialität aus Tuch und Faden nimmt aber die Schwere eines klassischen Historienbildes und übersetzt sie in Leichtigkeit und Fragilität. Der Faden als zeichnerisches Mittel, als Liniengeber wird in der „Subversive Stitch“-Bewegung als Medium umgedeutet – vormals als rein dekorativ wahrgenommene Stickerei eignet sich hier männliche Akte an, ein klassisches Thema der Malerei und Bildhauerei. Die Langsamkeit des Stickens ist außerdem ein Gegenentwurf zur schnellen, digitalen Bildproduktion.

    Andreas Ehret bei der Gruppenausstellung The Male Figure XV

    The Male Figure XV
    Internationale Gruppenausstellung
    noch bis 11. April 2026

    Andreas Ehret hat 1975 seine Ausbildung als Porzellandreher in der Berufsschule der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meißen begonnen. Anfang der 1990er-Jahre arbeitete er in der künstlerischen Entwicklung der Meißener Manufaktur und absolvierte parallel ein Design-Studium. Seit fast 20 Jahren ist er jetzt als freischaffender Porzellan-Designer tätig. Für ihn ist sein künstlerisches Medium Porzellan ein „charismatischer Stoff, [es ist] eine Herausforderung […] es zu beseelen, zu befragen, indem ich Konflikte in die Formen hereintrage…“. Andreas Ehret hat seine eigene Technik der Porzellanarbeit entwickelt, weil er frei mit dem Material arbeiten möchte. Figürliches Porzellan wird in der Regel seriell gefertigt. Es wird zunächst ein Tonmodell erstellt, dieses in ausformbare Teile zerlegt, von denen dann Gipsformen abgegossen werden. So entstehen aber keine Unikate. Deshalb walzt Ehret plastische Porzellanmasse in gleichmäßiger Stärke aus und schneidet die Teile im lederhaften Zustand zurecht. Diese werden dann mit Porzellanschlicker zu einer Figur zusammengesetzt. Dabei muss beachtet werden, dass das Material im Brand weich wird. Der Künstler arbeitet also als Statiker, der die zusammengefügten Teile sich gegenseitig stützen lässt. Diese Technik hat für Ehret den Reiz, dass sie zu einer gewissen Abstraktion und Konzentration auf das Wesentliche zwingt. Thematisch fokussiert sich Ehret auf die männliche Figur und den individuellen Umgang mit Lustempfinden. Oft zitiert er mit seinen Skulpturen andere Kunstwerke oder Kunstfiguren und überführt sie in seine eigene Formensprache.

    Philipp Liehr bei der Gruppenausstellung The Male Figure XV

    The Male Figure XV
    Internationale Gruppenausstellung
    noch bis 11. April 2026

    Philipp Liehr wurde 1986 im unterfränkischen Kitzingen geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Holzbildhauer an der Berufsfachschule München und ist seit zehn Jahren als freischaffender Künstler mit Atelier in Halle (Saale) tätig. Seine Skulpturen zeigen vermeintlich unbeobachtete, anonyme Menschen, die teils bekleidet, teils im Akt des Ausziehens dargestellt sind. Dabei rückt Liehr das Alltägliche immer mehr als das Heldenhafte in seine Momentaufnahmen. Die aufwändige Arbeit und das edle Lindenholz bleiben damit nicht nur Herrschenden oder Heiligen vorbehalten. Die vom Material geführten Holzarbeiten sind ein Kontrapunkt zur Reproduzierbarkeit von 3D-Drucken. Die Szenografien Liehrs stellen die existenzielle Frage, was den Menschen jenseits gesellschaftlicher Rollen wirklich ausmacht. Durch das Spiel mit unterschiedlichen Proportionen, subtiler oder maskierter Mimik und humorvollen Accessoires reflektieren Liehrs Protagonisten die Haltung und die Weltbilder ihrer Betrachter und bleiben dabei immer auf Augenhöhe.

    Kunstbehandlung Kalender 2026

    Unser Kunstbehandlung Kalender bietet jeden Monat gleich zwei Motive und zeigt so einen sehr vielseitigen Überblick aus unserem Galerieprogramm. 24 Männer in unterschiedlichsten Posen, festgehalten in abwechselnden künstlerischen Techniken und Stilen, erinnernd an vielerlei Kunstepochen begleiten so durch das Jahr 2026.

    Kunstbehandlung Kalender 2026, verschiedene Künstler, Spiralbindung, 15 Blatt, doppelseitig bedruckt, 24 Abbildungen, 14,8x21cm, 250g Bilderdruck, durchg. 4-farbig

    Robert C. Rore Kalender 2026

    Robert C. Rore Jahreskalender 2026

    15 Männer für 12 Monate gibt’s in Robert C. Rores Kalender für 2026. Er setzt sie in Szene vor imposanter Berglandschaft im romantischen Alpenglühen, am menschenleeren Strand, im heimischen Bad bei der Morgentoilette oder chillend bei der Zeitungslektüre. Dabei bedient er sich respektlos bei Alten Meistern, überhöht Klischees, zitiert Mythen und nimmt den Betrachter mit auf eine Reise durch Epochen und Genres.

    Robert C. Rore Kalender 2026, Spiralbindung, 15 Blatt, 14,8x21cm, 250g Bilderdruck, durchg. 4-farbig

    Max Ströder Kalender 2026

    Cover Max Ströder Kalender 2026 Kunstbehandlung München

    Die menschliche Haarpracht ist ein Spiegel von Kultur, Geschichte und Individualität. Während Frisuren dem Diktat der Mode und regionalen Besonderheiten folgen, widmet sich der Künstler Max Ströder Haaren und Härchen auf Männerkörpern. Unscheinbare Details rückt er so in den Mittelpunkt. Mit handwerklicher Perfektion bringt er intime Momente auf die Leinwand. Seine Werke lassen Graustufen, Schwarz und Weiß zum vielfarbigen Gemälde werden, in der jede Faser, jede bisher unbekannte Schattierung, haargenau festgehalten ist. Ströders Kunst zeigt, dass das Magische oft im Mikrokosmos des Alltäglichen liegt.

    Max Ströder Kalender 2026, Spiralbindung, 15 Blatt, 14,5x21cm, 250g Bilderdruck, Graustufen

    The Male Figure – open call

    Seit 2010 stellt die Galerie Kunstbehandlung das Sujet „The Male Figure“ ins Zentrum einer jährlichen, international beachteten Gruppenausstellung. Zum Konzept gehört, dass sich zu bekannten Künstlern der Galerie, die zum klassischen Thema Männerbilder arbeiten, immer wieder neue Talente gesellen und damit neue Sichtweisen auf dieses Teilgebiet der figurativen Kunstwelt bei einem sehr diversen Publikum ermöglicht werden.

    Die Annäherung an das „Männliche“ erfolgt künstlerisch sehr individuell, persönlich, oftmals kritisch, aber bisweilen auch humorvoll. Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen zeigen eine große Vielfalt an Arbeitstechniken und Stilen, darunter Akt- und Porträtmalerei, Studien, Pop Art, Abstraktion und Fotorealismus.

    Für die Ausstellung im Frühjahr 2026 lädt die Galerie eine*n Künstler*in ein, sich an der Gruppenausstellung mit bis zu fünf Werken zu beteiligen. Eingereicht werden können Arbeiten, die auf das Thema „The Male Figure“ Bezug nehmen und mit den Darstellungsformen der bildenden Kunst experimentieren.

    Die Bewerbung erfolgt ausschließlich per E-Mail bis 8. Februar 2026 (24 Uhr) an tmf@kunstbehandlung.com

    Die Unterlagen sind vorzugsweise als zusammenhängendes PDF mit einer maximalen Dateigröße von 10 MB einzusenden. Die Einreichung muss in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein. Nur vollständige Einreichungen werden akzeptiert. Wir bitten um folgende Informationen / Unterlagen:
    • Fotografien von maximal fünf Werkbeispielen als Bild mit Titel, Entstehungsjahr, Technik, Maße
    • Kurzbiografie
    • Name (ggf. Künstlername), Kontaktdaten, Website, Social Media Links

    +++ ENGLISH +++

    Since 2010 the Gallery Kunstbehandlung has placed the subject of „The Male Figure“ at the center of an annual internationally renowned group exhibition. The concept includes works by well-known artists from the gallery, who work on the classic theme of men, being joined by new talents, thus enabling new perspectives on this subfield of figurative art to a diverse audience.

    The approach to the ‚male figure‘ is artistically quite individual, personal, often critical, at times humorous.

    Paintings, drawings and sculptures show a vast variety of techniques and styles, including nude and portrait paintings, sketches, pop art, abstraction and photorealism.
    The Gallery invites one artist to participate in the upcoming group exhibition in spring 2026 with up to five works of art which have not been exhibited before. Art works referring to the theme „Male Figure“ and experimenting with forms of visual arts can get submitted.

    Applications should be sent by email to tmf@kunstbehandlung.com latest by February 8th 2025 (midnight).

    We kindly ask for the following information and documentation:
    • Photographs of a maximum of five examples of work, each with title, year of creation, technique, dimensions
    • Short Biography
    • Name ( artist name if applicable), contact details, website, social media links

    Preferably all documents should be sent as a coherent pdf with a maximum file size of 10 mb. The submission has to be in German or English language. Complete submissions only will get considered.

    Jahresausstellung von Robert C. Rore: Männerglühen

    Robert C. Rore in der Kunstbehandlung München - Jahresausstellung Männerglühen

    Robert C. Rore
    Männerglühen – Jahresausstellung
    ab 28. August 2025

    Ein ungewöhnlicher Blick auf Körper, Natur und Vergänglichkeit: In dieser Jahresausstellung zeigt Robert C. Rore Männer zwischen romantischer Berglandschaft, Sportlichkeit und Selbstinszenierung. Ausgangspunkt ist ein ebenso kraftvolles wie vergängliches Naturphänomen: das Alpenglühen.

    Jenes kurze, intensive Aufleuchten der Berge im letzten Sonnenlicht dient in einem der neuen Werke als visuelles Motiv. Doch anstelle klassischer Landschaftsromantik zeigt Rore einen Downhill-Biker, der den Moment mit einem Selfie festhält. Der Begriff „Männerglühen“ wird dabei zur poetischen Metapher für Robert C. Rores virtuoses Spiel mit männlicher Körperlichkeit und Schönheit – eine Schönheit, die nicht beweisen muss, dass sie existiert. Sie ist einfach da, für einen Moment, bevor sie vergeht. Wie das Alpenglühen selbst: monumental, strahlend und doch flüchtig.

    Die Vernissage findet am 28. August ab 18 Uhr in Anwesenheit des Künstlers statt. Hierzu sowie zum Besuch der Ausstellungen laden wir Sie hiermit herzlich ein. Natürlich sind alle gezeigten Werke ab Ausstellungseröffnung auch in unserem Webshop zu sehen.
    Wir freuen uns auf Ihren Besuch.