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Verlassener Olymp – Jahresausstellung von Robert C. Rore

Robert C. Rore: Der Schwimmer

Verlassener Olymp
Jahresausstellung von Robert C. Rore
27. August bis 2. Oktober 2026

    Robert C. Rore hat Freude am Göttermotiv und arbeitet gleichzeitig an der Entzauberung der Männer-Mythen. Wenn der Olymp verlassen ist, wo sind die Götter dann hin? Rores Bilder geben die Antwort: Sie sind mitten unter uns. Sie sitzen im Jogginganzug in der Küche, liegen auf der Couch oder machen Pause am Bergsee.

    Der Münchner Maler zitiert kunsthistorische Motive wie das der unzähligen männlichen Gefährten und Geliebten der Götter oder das der von den Göttern geschlagenen Helden. Er zeigt dabei friedliche, aber einsame Szenerien, wenn ein Protagonist beispielsweise nachdenklich oder entspannt im Gegenlicht sitzt. Rores Figuren wirken dabei oft berührbar, gleichzeitig in sich gekehrt. Im „verlassenen Olymp“ herrscht genau diese Atmosphäre: Der Lärm der Welt und das Getöse der Heldenmythen sind verstummt, übrig bleibt der nackte, ruhige Moment.

    Die Vernissage findet am Donnerstag, den 27. August 2026 ab 18:00 Uhr statt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Müllerstraße – oder virtuell.

    Graham Groans bei der Gruppenausstellung en détail 2

    Graham Groans, Serie: Ever After, „Dornröschen“, 15x21cm, Aufl. 10, Druck, sign. inverso, 2025

    en détail 2 – Internationale Gruppenausstellung
    27. November 2025 bis 10. Januar 2026

    „Ever After.“ hat Graham Groans seine aktuelle Werkserie betitelt. Darin interpretiert der Leipziger Illustrator bekannte Märchen neu und verortet sie in einem queeren Lebensumfeld. Die märchenhaften Details aus Schneewittchen, Aladin oder Dornröschen fehlen dabei natürlich nicht. So fantastisch seine Darstellungen auch sind, umso schöner ist die Selbstverständlichkeit, mit der die queeren Charaktere hier als Protagonisten agieren. Märchen gründen ja auf Lebensrealitäten und so sind Groans‘ Werke eine überfällige Weiterentwicklung Disneyscher Welten, die das Queere viel zu lange schrill oder böse erzählt haben und erst in den letzten Jahren, ihren Figuren eine romantische Märchengegenwart gönnen.

    Kabinettausstellung von Luke Carter

    Luke Carter - Kabinettausstellung in der Galerie Kunstbehandlung, München

    Luke Carter
    Graphic Desire – Kabinettausstellung
    Malerei – Grafik
    22. Mai – 21. Juni 2025

    „Graphic Desire“ ist ein verheißungsvoller Titel für eine Kabinettausstellung. Aber der passt für Luke Carters Arbeiten. Der Brite machte seinen Abschluss in Illustration in Bristol, seit 2018 lebt er in Leipzig und absolviert dort an der Hochschule für Grafik und Buchkunst ein Diplom in Malerei/Grafik. Er arbeitet mit Linol- und Holzschnittdrucken, Öl- und Acrylmalerei, Zeichnungen und Wandmalereien. Ein thematischer Schwerpunkt seiner Werke sind Sexualität, Queerness und Männlichkeit.

    Seine plakativ-markante, stark abstrahierte Darstellung mit strahlenden Farben macht seine Arbeiten zum Hingucker. Narrativ dargestellte Alltagsszenen werden in kubistischen Formen überhöht und erhalten eine ikonografische Anmutung. In einer anderen Werkserie entdeckt man beim zweiten Hinsehen zwischen geometrischen Formen und durch etwas versteckte, signetähnliche Hinweise ganze Handlungsstränge – getaucht in vielschichtige Farbnuancen, die aus der Ferne abstrakt und monochrom erscheinen.

    Die Vernissage findet am Donnerstag, den 22. Mai 2025 ab 18:00 Uhr statt.