Archiv der Kategorie: Friends

Nachtstücke von Robert C. Rore Rore im Sub München

Robert C. Rore Nachtstücke im Sub München

Männer im Dunkeln!
Robert C. Rore stellt im Sub seine Nachtstücke vor.
Montag, 6. August 2018, 19 Uhr

Zeitgleich zur laufenden Jahresausstellung von Robert C. Rore in der Kunstbehandlung haben wir aus unseren Archivbeständen eine kleine aber feine Ausstellung von graphischen Arbeiten des Münchner Künstlers zusammengestellt. Das benachbarte Sub, Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum München e.V., zeigt zehn Aquatinta-Radierungen – „Nachstücke“ – sowie zwei weitere Graphiken von Robert C. Rore. Die Arbeiten werden in Passepartouts und gerahmt präsentiert und sind eine günstige Gelegenheit, eine zeitlose Originalgraphik zu erwerben. Weitere Informationen zur Ausstellung finden sich auf der Website des Sub.

Zwanzig Jahre Einzelausstellungen von Robert C. Rore in der Kunstbehandlung

Katalog licht spielen Robert C. Rore

Eines Tages im Spätherbst 1996 besuchte mich ein hochgewachsener, sportlicher Mann, der sich, nachdem er den Fahrradhelm abgenommen hatte, als Robert C. Rore vorstellte. Er sei Maler und Zeichner und habe von einem Kollegen erfahren, dass wir die „lichtdurchflutete Abstellkammer“, die wir für Kunstdrucke, Kunstkalender, antiquarische Bücher und „Pop-Ikonen-Look-Alikes“ nutzten, in einen Raum für Ausstellungen speziell für „Männerbilder“ umzuwandeln gedachten. Ob das stimme? Als ich bejahte, zeigte er selbstbewusst eine Mappe mit einigen wenigen Beispielen seiner Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde – doch schon diese kleine Auswahl reichte, um zu merken, dass Männerbilder-Ausstellungen in München ohne seine Arbeiten nicht funktionieren würden. Womit ich Recht behalten sollte.

Im folgenden Frühjahr fand in der Kunstbehandlung dann schon die erste Gruppenausstellung zum Thema Männer statt: „Männersache“, eine etwas anarchische Veranstaltung, an der noch Minuten nach der Eröffnung gewerkelt wurde, mit einem knappen Dutzend Künstler, zu der neben der Ausstellung in der Galerie auch eine Busfahrt durchs Glockenbachviertel mit einer Sambacombo und Stripper und Stripperin an Bord sowie ein abschließendes Nacktkegeln gehörte. Zu dieser Ausstellung liefert Robert C. Rore nur ein einziges Gemälde ein: „Der Tubaist“, gute zwei Quadratmeter, Öl auf Leinwand. Darauf zu sehen war ein auf einem schwarzen Thonet-Stuhl sitzender, mit schwarzen Netzstrümpfen und schwarzen Pumps knapp bekleideter junger androgyner Mann, den Betrachter über knallroten Lippen fixierend, zwischen den endlosen Beinen eine riesige goldfunkelnde Tuba, und alles vor zartblauem Hintergrund. Ein veritables Skandalbild – das dann dreimal den Besitzer wechselte, weil es den Raum, in dem es hängt, dominiert und eigentlich nicht einmal weitere Einrichtungsgegenstände duldet.

Für den darauffolgenden Sommer waren wir mit Robert C. Rore und einem weiteren Künstler zur Ausstellung „Mannsbilder“ verabredet. Rore hatte für seine Bilder das Thema „Anziehen-Ausziehen“ gewählt und neben Gemälden auch Aquarelle und Bleistift-Skizzen mitgebracht; dem Künstlerkollegen überließ er die Wahl der Ausstellungswand und gab sich mit der „schlechteren“ Fläche der Galerie zufrieden. Mir kam das vor wie ein sportlicher Wettkampf, den Rore selbstbewusst aufnahm. Am Ende waren fast alle Werke von Robert C. Rore verkauft, was zur Verabredung einer ersten Einzelausstellung im nächsten Jahr führte. Seitdem findet in der Kunstbehandlung immer zum selben Termin, mit Vernissage am letzten Donnerstag im Juli, die Jahresausstellung von Robert C. Rore statt.

Bis in die Neunzigerjahre des letzten Jahrhunderts war die Isarvorstadt, zu der das Glockenbachviertel gehört und dessen nördliche Grenze die Müllerstraße ist, ein Viertel mit vielen kleinen Handwerksbetrieben und mehr oder weniger gut beleumundeten Kneipen und Gaststätten, die für Abstürze und Höhenflüge immer deutlich besser geeignet waren als etwa das viel schickere Schwabing. Und seit Ende der Siebziger Jahre entwickelte sich um uns herum das zentrale Ausgeh- und zunehmend auch Wohnviertel der Gay-Community. Außerdem waren im Viertel traditionell Galerien ansässig, teils mit berühmten Namen. Sie alle sind inzwischen ins Areal rund um die Pinakothek der Moderne übersiedelt, auch um festzustellen, dass die Gabelsbergerstraße eigentlich ein lebensgefährlicher Autobahnzubringer ist, unwirtlich wie der Mond und frei von Laufpublikum.

Ausstellung von Robert C. Rore in der Kunstbehandlung, 1998

Vorbei. Das einst bunte Treiben, mit berühmten Protagonisten, von Fassbinder bis Freddy Mercury, hat inzwischen eine modefarbige Klientel angezogen, in deren Gefolge nicht nur Boutiquen mit austauschbarem Angebot und Läden für Ernährungsfetischismus, sondern auch die Spekulanten kamen. Was ist nur aus Sex and Drugs and Rock’n’Roll geworden? frage ich mich. Veganismus, Laktoseintoleranz und Helene Fischer am Ende?

Nun, ganz so schlimm ist es – noch – nicht. Immerhin wurde auch eine schillernde Pionierpflanze zu einer kulturellen Institution im Glockenbachviertel. Den Wandel im Viertel haben wir selbst zwar eher nicht mitgemacht, aber durchaus künstlerisch-kulturell begleitet – seit nunmehr über zwanzig Jahren. Ein guter Grund ein bisschen Stolz zu zeigen und wieder neue Werke von Robert C. Rore zu präsentieren, deren Kraft und Qualität und Spielfreude mehr sind als nur Ausdruck einer Epoche oder gar nur einer Mode.

Martin Levec

Ein Abend mit Kurt und George

Werk von Kurt Walters in der Kunstbehandlung

Ein Abend mit Kurt und George
Kabinettausstellung mit neuen Arbeiten von Kurt Walters
11. – 22. Januar 2018

Bevor Ende Januar der jährliche Ausstellungsreigen beginnt, haben wir über den Jahreswechsel Besuch von Kurt Walters aus Brooklyn bekommen, der uns eine Reihe höchst interessanter neuer Bilder bringt.
Kurt Walters war in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich in unseren Gruppenausstellungen vertreten. Seinen Stil bezeichnet er selbst als „Klassizismus mit einem Augenzwinkern“. Darüber hinaus zeichnen sich seine Gemälde durch eine besondere Liebe zum Detail aus, in Spiegelungen und dem Spiel mit der Perspektive, aber auch durch gekonntes „Weglassen“. Seine Männerbilder knistern vor satter, teils drastischer Erotik.
Ab Donnerstag, den 11. Januar 2018, zeigen wir in einer Kabinett-Ausstellung die neuen Arbeiten. Die Vernissage findet ab 20:00 Uhr in Anwesenheit des Künstlers und seines Lebenspartners statt – daher auch der Titel der Ausstellung. Hierzu sowie zum Besuch der Ausstellung laden wir Sie hiermit herzlich ein. Alle Arbeiten von Kurt Walters finden sich wie gewohnt ab dem Abend der Vernissage auch in unserem Web-Shop.

EINHUNDERTNEUNUNDVIERZIG.FÜNFUNDNEUNZIG

Werk von Astrid Köhler

EINHUNDERTNEUNUNDVIERZIG.FÜNFUNDNEUNZIG
Internationale Gruppenausstellung
Malerei – Aquarell – Zeichnung – Graphik – Photographie – Keramik – Skulptur – Textil
30. November – 30. Dezember 2017

Mit Arbeiten von Eva Bauer, Ivo Blanck, Robert Brinkschulte, busn, Klaus C. Dietrich, Eliot The Super, Charles Christopher Hall, Rinaldo Hopf, Shinji Horimura, Sabine Klem, Dirk Klose, Astrid Köhler, LOOMIT, Gery Müller, Heike Ratfisch, Robert C. Rore, Daniel Schmude, Sergey Sovkov, Monika Veth, Herbert Wendling, Ulrike Wenzel, Zombie u.a.

Einhundertneunundvierzig.fünfundneunzig ist die Nachfolgeausstellung unserer legendären 30×30-Ausstellungen. Bei der neuen Reihe ist nun aber nicht mehr das Format vorgegeben, sondern einzig der Preis: Wir zeigen hochwertige Originale in Malerei, Aquarell und vielen anderen künstlerischen Techniken zu einem spektakulären Preis, nämlich € 149,95.
Um auf einzelne Kunstwerke eingehen zu können fehlt hier der Platz – da muss die Liste der teilnehmenden Künstler für sich sprechen.
Dass sich unter den Exponaten höchst individuelle Geschenke – zunächst erstmal für sich selbst und natürlich auch für die Lieben – finden, liegt auf der Hand.
Die Vernissage findet am Donnerstag, den 30.11.2017 ab 20:00 Uhr statt. Ein Großteil der Exponate dieser Ausstellung findet sich am Abend der Eröffnung wie gewohnt auch in unserem Web-Shop.

Veranstaltungen im Mai und Juni 2017

Magic Bar Tour 2017 in der Kunstbehandlung

Wir freuen uns, am Mittwoch, den 24. Mai 2017, ab 18:00 Uhr die Teilnehmer der Magic Bar Tour 2017 zu begrüßen. Neben dem obligatorischen Glas Prosecco gibt es dieses Jahr aus Anlass eines Jubiläums – 20 Jahre Arbeiten von Robert C. Rore in der Kunstbehandlung – Zeichnungen im Format DIN A3 des Münchner Künstlers, aufgerahmt im mattsilbernen Wechselrahmen zum Jubiläumspreis von nur € 100. Dieses Angebot gilt für Abholer in der Galerie, zu sehen sind die Arbeiten natürlich auch in unserem Web-Shop. Registrierte Web-Kunden wenden sich bei Interesse bitte per E-Mail an uns.

Ab dem 1. Juni 2017 zeigen wir nach langer Pause wieder einmal Oliver Estavillos eigenwillige Gemälde. Ein Grund für die Ausstellung – abgesehen von den herrlich schauerlichen Bildinhalten – ist die inzwischen unerträgliche Mietsituation des Künstlers und seines Lebensgefährten, die sie nun mit einem Wegzug aus München quittieren. Der Titel der Ausstellung „Und tschüss!“ gilt den Spekulanten, aus deren Fängen sie sich nun befreien. Schöne Bilder kann man auch an anderen Orten malen, so das unsentimentale Statement des Künstlers.

Die Vernissage der Ausstellung findet am 1. Juni ab 20:00 Uhr in Anwesenheit des Künstlers statt. Hierzu sowie zum Besuch der Ausstellung möchten wir Sie hiermit herzlich einladen. Alle Arbeiten der Ausstellung finden sich ab dem Abend der Eröffnung wie gewohnt in unserem Web-Shop.

Fünfte Jahreszeit

Dass es in München eine fünfte Jahreszeit gibt, darüber scheint große Einigkeit zu herrschen. Ob’s nun der Fasching, der Starkbieranstich oder das Oktoberfest ist, darüber gehen die Meinungen allerdings auseinander. Für uns ist’s einerlei. Über den diesjährigen Fasching schließen wir die Galerie vom 27. Februar bis 7. März 2017, um notwendige Reparaturarbeiten und vor allem im hinteren Ausstellungsraum ein Facelift vorzunehmen. Dann folgt am 9. März 2017 – kurz vor dem schon erwähnten Starkbieranstich – die Eröffnung der ersten großen Einzelausstellung dieses Jahres. Sergey Sovkov zeigt im dritten Jahr in Folge „From Russia with Love“ – Männerbilder und Stillleben in seinem unverwechselbaren Stil, großartige Gemälde, die an die Leuchtkraft von Glasfenstern oder Mosaiken erinnern.

Bleibt der Hinweis auf die dritte fünfte Jahreszeit, das Oktoberfest. Bis dahin ist es noch lange hin. Soviel sei schon verraten, dass wir zum Oktoberfest wie noch jedes Jahr die neuesten Arbeiten von Robert C. Rore zeigen werden. Falls Sie sich jetzt schon Gedanken machen, wo Sie zum Oktoberfest und nicht nur dann, hier in zentraler Lage auf der Müllerstraße Unterkunft finden, dann sei Ihnen die Pension Müller Inn wärmstens ans Herz gelegt. Müller Inn ist die ehemalige Pension Eulenspiegel, die unter neuer Leitung in punkto Service und Sauberkeit aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst wurde und übrigens – auf Neudeutsch – „gay friendly again“ ist.

5th season in Munich

There is no doubt about the presence of a 5th season in Munich. Whether it is the carnival, the ‘Starkbieranstich’ (tapping of the first barrel of strong beer) or the Oktoberfest – that’s of varying opinions. That’s all one to us.

Whilst carnival we close our gallery from 27th of February until 7st of March for renovation and redecoration of some of our exhibition space.
Immediately afterwards we open on the 9th of March the very first single exhibition of 2017. We are proud to present in its third consecutive year ‘From Russia with Love’ with works by Sergey Sovkov. Paintings of men and still lifes, painted in his distinctive style, magnificent works of art, which are reminiscent of mosaic or stained glass windows. The invitation to the show and opening will follow within the next few weeks.

Remains the reference to the third 5th season – the Oktoberfest. There is quite some time to go… just to reveal a bit of our schedule: Like every year we will show Robert C Rore’s new work before and whilst the Oktoberfest.
If you think about an overnight stay whilst the Oktoberfest or any other time in Munich – here in the center of Munich, right opposite the Kunstbehandlung, located in a quiet back building, there is the new Müller Inn  which we highly recommend. The Müller Inn is the former B&B ‘Pension Eulenspiegel’, taken over by new owners last autumn, awaken from a deep slumber, clean and fresh and pretty. And – as the Germans like to say: Gay friendly again!
We are looking forward to your visit.