Monatsarchiv: Oktober 2026

Gruppenausstellung The Male Figure 2027: open call

open call The Male Figure, Galerie Kunstbehandlung München

Seit 2010 stellt die Galerie Kunstbehandlung das Sujet „The Male Figure“ ins Zentrum einer jährlichen, international beachteten Gruppenausstellung. Zum Konzept gehört, dass sich zu bekannten Künstlern der Galerie, die zum klassischen Thema Männerbilder arbeiten, immer wieder neue Talente gesellen und damit neue Sichtweisen auf dieses Teilgebiet der figurativen Kunstwelt bei einem sehr diversen Publikum ermöglicht werden.
Die Annäherung an das „Männliche“ erfolgt künstlerisch sehr individuell, persönlich, oftmals kritisch, aber bisweilen auch humorvoll. Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen zeigen eine große Vielfalt an Arbeitstechniken und Stilen, darunter Akt- und Porträtmalerei, Studien, Pop Art, Abstraktion und Fotorealismus.
Für die Ausstellung im Frühjahr 2027 lädt die Galerie Künstler*innen ein, sich an der Gruppenausstellung mit bis zu fünf Werken zu beteiligen. Eingereicht werden können Arbeiten, die auf das Thema „The Male Figure“ Bezug nehmen und mit den Darstellungsformen der bildenden Kunst experimentieren.

Die Bewerbung erfolgt ausschließlich per E-Mail bis 7. Februar 2027 (24 Uhr) an  tmf@kunstbehandlung.com

Die Unterlagen sind vorzugsweise als zusammenhängendes PDF mit einer maximalen Dateigröße von 10 MB einzusenden. Die Einreichung muss in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein. Nur vollständige Einreichungen werden akzeptiert. Wir bitten um folgende Informationen / Unterlagen:
– Fotografien von maximal fünf Werkbeispielen als Bild mit Titel, Entstehungsjahr, Technik, Maße
– Kurzbiografie
– Name (ggf. Künstlername), Kontaktdaten, Website, Social Media Links

Open Call: The Male Figure 2027

The Mal Figure - open call 2027

Since 2010 the Gallery Kunstbehandlung has placed the subject of „The Male Figure“ at the center of an annual internationally renowned group exhibition. The concept includes works by well-known artists from the gallery, who work on the classic theme of men, being joined by new talents, thus enabling new perspectives on this subfield of figurative art to a diverse audience.

The approach to the ‚male figure‘ is artistically quite individual, personal, often critical, at times humorous.
Paintings, drawings and sculptures show a vast variety of techniques and styles, including nude and portrait paintings, sketches, pop art, abstraction and photorealism.

The Gallery invites artists to participate in the upcoming group exhibition in spring 2027  with up to five works of art which have not been exhibited before. Art works referring to the theme „Male Figure“ and experimenting with forms of visual arts can get submitted.

Applications should be sent by email to tmf@kunstbehandlung.com latest by February 7th 2027 (midnight).

We kindly ask for the following information and documentation:
– Photographs of a maximum of five examples of work, each with title, year of creation, technique, dimensions
– Short Biography
– Name ( artist name if applicable), contact details, website, social media links

Preferably all documents should be sent as a coherent pdf with a maximum file size of 10 MB. The submission has to be in German or English language. Complete submissions only will get considered. 

Kalender-Vielfalt für 2027

Die neuen Kalender aus der Kunstbehandlung für 2027 sind da. Einen abwechslungsreichen Einblick in unser Galerieprogramm mit jeweils zwei Motiven pro Monat bietet der doppelseitige Kunstbehandlung-Kalender.

Neu im Programm sind die Kalender mit Werken von Naro Pinosa und der mit farbigen Skizzen von Robert C. Rore. Neue Malereien von Robert C. Rore sowie Werke von Kurt Walters, Max Ströder und Astrid Köhler verschönern mit den jeweiligen kunstvollen Begleitern das Jahr 2027.

Alle Kalender gibt es ab sofort in unserem Webshop und natürlich auch bei uns in der Müllerstraße.

https://kunstbehandlung.com/Gruppenausstellungen/Drucksachen

Herrschaftliche Herdentiere und urbane Archäologie bei der Gruppenausstellung „en détail 3“

Marta Zientkowska, Hahn 1, Öl/Schlagmetall auf Holz, 30x30cm, sign., dat. 2026

In der aktuellen Gruppenausstellung „en détail 3“ zeigen wir Werke von Marta Zientkowska-Schulz.
Aus einer Porträtserie stammen die Gemälde, die Hahn und Kuh in der Rolle aristokratischer Persönlichkeiten darstellen. Die fotorealistisch gemalten Tiere werden nicht karikiert, sondern würdevoll wie klassische Herrscher inszeniert – mit kostbaren Gewändern, Schmuck und Krone vor goldenem Grund. Durch dieses Spiel mit Symbolen von Macht und Status entsteht ein leiser, absurder Humor.
Zusammen mit Astrid Köhler entstand die Werkgruppe „kleinode(l)“. Ausgangspunkt für die art trouvé-Objekte ist urbane Archäologie: Dinge, die Menschen über Toiletten und Kanalisation verloren haben. In Kooperation mit einem Abwasserentsorger wurden diese unerwartet persönlichen Fundstücke gesammelt und gereinigt – darunter ein Rosenkranz, ein Taschenmesser, ein Mobiltelefon und eine Armbanduhr, teils mit noch sichtbaren Gebrauchsspuren.
Eingeschlossen in Kunstharz und mit Licht inszeniert, verwandelt sich das scheinbar Wertlose in leuchtende, detailreiche Kleinodien. Wie in Bernstein konservieren diese Artefakte banale Zeugnisse unserer Gegenwart und erzählen davon, was wir besaßen, benutzten – und verloren haben.

Geflügelter Mythos in der Edition Kunstbehandlung

Die Skulptur „Wings“ von Florin 3D spielt mit dem Kontrast zwischen Körperkult und emotionaler Verletzlichkeit. Die betonte Muskulatur und die heroische Pose stehen hier nicht für Kampf, sondern im Mittelpunkt steht die unaufgeregte, aber spannungsgeladene Intimität zweier Männer – im Moment unmittelbar vor dem Kuss.
Während die Vorderseite vorsichtige Annäherung zeigt, offenbart die Rückseite die bereits umarmenden Arme und damit tiefe Verbundenheit. Die Flügel verleihen dieser männlichen Liebe jene Monumentalität, die die Kunstgeschichte lange Zeit religiösen oder heterosexuellen Motiven vorbehalten hat.

en détail – Internationale Gruppenausstellung

Internationale Gruppenausstellung "en détail", Kunstbehandlung

en détail – Gruppenausstellung
08. – 31. Oktober 2026

Das Detail funktioniert wie eine Lupe, die den Blick vom reinen Motiv direkt auf Maltechnik, Symbole und vom Künstler gelegte Fährten lenkt. In winzigen Elementen – wie einem feinen Lichtreflex oder einem versteckten Gegenstand – verbergen sich oft die spannendsten Hinweise auf für den Betrachter verborgene Szenen und tiefere Bedeutungen. So wird das unscheinbare Nebensächliche zum eigentlichen Schlüssel um die Szenerie vollständig zu erforschen. Bei den Werken der Gruppenausstellung „en détail“ sind feinste Einzelheiten elementar. In Art trouvé-Objekten wird das Detail ergänzt durch die Aura der Geschichte, die an einem vorgefundenen Objekt haftet. In harmonisch dirigierten Montagen nimmt das Detail eine, unauffällige, aber strukturierende Rolle ein. Manchmal zieht ein einzelnes Haar ein bisschen zu viel Aufmerksamkeit auf sich und in kleinen Skulpturen entscheidet das Detail darüber, wie die Illusion über die Materialität funktioniert. Die Gruppenausstellung nimmt mit auf eine detailreiche Spurensuche zwischen bedeutungsvollen Ausschnitten der dargestellten Welt.