Schlagwort-Archiv: Mann

Ines Buff bei der Gruppenausstellung The Male Figure XV

Ines Buff, Im Museum, Öl, Textilcollage aus gebrauchten Stoffen, 78x45cm, sign. inverso, dat. 2024

The Male Figure XV
Internationale Gruppenausstellung
noch bis 11. April 2026

Ines Buff ist fasziniert von Spuren. Seit 15 Jahren geht sie künstlerisch auf Spurensuche. Sie macht Spuren sichtbar und füllt sie mit Informationen. Der Mensch ist dabei Akteur oder Nebensache, er ist Abbild oder Spurenverursacher. Ines Buff nutzt in ihren Werken Techniken der Malerei und Zeichnung und verbindet diese mit Textilkunst, Drucktechniken und Collagen. In der aktuellen Gruppenausstellung ist die freischaffende Künstlerin mit einer Textilcollage mit dem Titel „Im Museum“ vertreten. Die verwendeten Materialien zeigen Spuren des Gebrauchs. Die Bildkomposition fasziniert, so einfach sie ist. Sie ist ein Abbild der Situation, die vor ihrem Werk in der unmittelbaren Gegenwart stattfindet. Das Auge des Betrachters sucht einen Fokus. Ist es der Mann, ist es das Bild im Hintergrund. Oder verweist vielmehr die Blickrichtung des Akteurs auf den Mittelpunkt, der außerhalb des Bildes liegt und damit unserer Vorstellung überlassen bleibt? Das Werk führt die Szene über seinen Rand hinaus. Ines Buff nimmt uns mit auf ihrer Spurensuche und legt dabei detailverliebt Fährten, Vergangenes und Gegenwärtiges werden in Material und Motiv miteinander verknüpft… und am Ende dieses Prozesses hinterlässt sie ihre Spuren.

Philipp Liehr bei der Gruppenausstellung The Male Figure XV

The Male Figure XV
Internationale Gruppenausstellung
noch bis 11. April 2026

Philipp Liehr wurde 1986 im unterfränkischen Kitzingen geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Holzbildhauer an der Berufsfachschule München und ist seit zehn Jahren als freischaffender Künstler mit Atelier in Halle (Saale) tätig. Seine Skulpturen zeigen vermeintlich unbeobachtete, anonyme Menschen, die teils bekleidet, teils im Akt des Ausziehens dargestellt sind. Dabei rückt Liehr das Alltägliche immer mehr als das Heldenhafte in seine Momentaufnahmen. Die aufwändige Arbeit und das edle Lindenholz bleiben damit nicht nur Herrschenden oder Heiligen vorbehalten. Die vom Material geführten Holzarbeiten sind ein Kontrapunkt zur Reproduzierbarkeit von 3D-Drucken. Die Szenografien Liehrs stellen die existenzielle Frage, was den Menschen jenseits gesellschaftlicher Rollen wirklich ausmacht. Durch das Spiel mit unterschiedlichen Proportionen, subtiler oder maskierter Mimik und humorvollen Accessoires reflektieren Liehrs Protagonisten die Haltung und die Weltbilder ihrer Betrachter und bleiben dabei immer auf Augenhöhe.