In der Kunstbehandlung waren Bilder aus der Werkserie Kleine Köpfe von Christian Moser bereits mehrmals zu sehen. Seit 1994 sind rund 500 dieser Werke entstanden, die, jedes für sich und in unterschiedlichen Kombinationen betrachtet, spannende Geschichten der Protagonisten erzählen. Nun zeigt das Valentin-Karlstadt-Musäum in einer Werkschau rund 120 Kleine Köpfe, darunter auch neue Arbeiten. Die Ausstellung wird am Donnerstag, 10. Dezember 2009 um 18.00 Uhr eröffnet und ist bis 2. März 2010 zu sehen.
Figürliche Zeichnung und Malerei müssen nicht zwangsweise ein möglichst genaues Spiegelbild der Realität wiedergeben. Ganz im Gegenteil. Durch Weglassen oder Hervorheben einer bestimmten Geste oder Eigenschaft, gelingt es dem Künstler bestenfalls, eine Art Piktogramm zu schaffen, das der Betrachter quasi im Vorübergehen wie ein Verkehrszeichen verstehen kann.
Von den prähistorischen Darstellungen der Jäger in der Höhle von Lascaux bis hin zu der genialen Figur des aufmüpfigen Männchens La Linea existieren seit jeher Bilder, die sofort verstanden werden und uns durch ihre Proportionen und ihre Ästhetik faszinieren.
In der Gruppenausstellung The Male Figure kommen nun deshalb Künstler zum Zuge, die sich auf die Kunst verstehen, die Figur eines Mannes oder Teile davon in Flächen und / oder Strichen dergestalt wiederzugeben, dass daraus ein ästhetisches und glaubwürdiges Bild entsteht. So sind in dieser Ausstellung sowohl gekonnt gesetzte Farbflächen als auch elegante Linien zu sehen, die im Idealfall einen Eindruck von der Erotik des männlichen Körpers geben.
Necessarily figurative drawings and paintings don’t always give a precise mirror image of reality. Its actually quite the opposite. At the best the artist succeeds to create a kind of a pictogram by ignoring or accentuate a certain gesture or characteristic. Virtually the viewer of the painting might understand this like passing by a traffic sign.
There are many depictive representations, which are instantly recognised and radiate vast fascination due to their proportion and aesthetics; starting with the prehistoric portrayals of hunters in the caves at Lascaux through to the genius character of mutinous manikin ‚La Linea‘.
For our group exhibition of ‚The Male Figure‘ we invited artists only, who have a dab hand at portraying a male figure with a few hints or an outline with a brief stroke in aesthetics and authentic manners as well as in a most high standard. So you will find masterly painted colour fields, as well as graceful lines, which ideally show the beautiful eroticism of a male body.
Männer suchen Frauen, Frauen suchen Frauen, Frauen suchen Männer, Männer suchen Männer, Paare suchen und werden gesucht. Ein Markt entsteht. Dabei haben sich im Internetzeitalter eigene Formen des „blind dating“ entwickelt.
Ziel eines Blind Dates kann zwar auch die klassische Partnervermittlung sein, vorwiegend werden Blind Dates aber speziell wegen der erotischen Spannung geschätzt, die sich die Partnersuchenden von der Verabredung erwarten.
Frank Krüger und Wilfried Wulff nähern sich dem Phänomen jeder auf seine Weise, der eine malend, der andere mit der Kamera. Doch wer nun Voyeurismus bedienende Bilder mit platten Sexdarstellungen erwartet, wird enttäuscht. Beide Künstler sind Meister der Andeutung, natürlich in handwerklich perfekter Manier. So muss sich der Betrachter der Ausstellung etwa mit dem Bild von einem Stück Reizwäsche auf einem zerwühlten (Hotel-) Bett oder der verschwommenen Spiegelung auf einem Paar schwarzer Herrenschuhe begnügen. Alle Bilder sind jedoch in hohem Maße erotisch aufgeladen – wie beim Blind Dating ist die erotische Fantasie des Betrachters gefordert.
Beide Künstler kommen aus der verführerischen Welt der Werbung, leben und arbeiten in München.
Die Vernissage findet am 08.10.2009 ab 20.00 Uhr in Anwesenheit der Künstler statt.
Wenn sich für Sie keine Gelegenheit ergibt, die Ausstellung zu besuchen, finden Sie alle Arbeiten der Ausstellung zeitgleich mit Beginn der Vernissage in unserem Web-Shop. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Zum 1.10.09 hebt der Männerschwarm Verlag die Preisbindung für den Katalog zur gleichnamigen Ausstellung – Plaisir dAmour von Hannes Steinert auf. Der Katalog kostet dann statt bisher 16,80 Euro nur noch 8,- Euro und ist im Buchhandel sowie über unseren Web-Shop erhältlich.
Dort finden Sie auch – mit einer inzwischen vergriffenen Ausnahme – die im Katalog abgebildeten Druckgraphiken. Mit dem Ausverkauf der letzten Exemplaren des Kataloges und dem Kommentar …mir nie mehr in die Finger schneiden… beendet Hannes Steinert auch seinen Werkbereich Linolschnitte / Linoldrucke. Dieser ist über einen Zeitraum von rund 20 Jahren (1990 – 2009) entstanden.
Nun passt auch das Wetter zu unserer aktuellen Ausstellung Notti Italiane No. 2 mit Arbeiten von Pippo Bardaro, Paolo Randazzo und Peter Schauwecker noch zu sehen bis 27. Juli.
mit Arbeiten von Pippo Bardaro, Paolo Randazzo und Peter Schauwecker
02. – 27.07.2009
Stand im ersten Teil der Ausstellung ein nicht näher bestimmbares Italien-Gefühl im Vordergrund, so kommen nun im zweiten Teil Italiens Landschaften und Städte zum Zuge.
Pippo Bardaro entführt den Betrachter mit seinen zeitgenössischen Fotografien – hauptsächlich Landschaften – scheinbar in die Zeit der Anfänge der Fotografie. So klassisch wirken seine Aufnahmen. Mit an Besessenheit grenzendem Perfektionismus ist für ihn eine Fotografie erst dann gelungen, wenn der ideale Zeitpunkt der Aufnahme in größtmöglicher handwerklicher Präzision umgesetzt ist.
Paolo Randazzo nähert sich der Italianita auf eher fröhliche Weise. Seine bunten, dreidimensionalen Scherenschnitte zeigen landestypische Besonderheiten oder Spezialitäten einer Stadt oder Landschaft, stets mit einem liebenswert ironischen Augenzwinkern und einer Prise Glamour.
Im Kontrast dazu zeigen Peter Schauweckers römische Veduten die Zeitlosigkeit der ewigen Stadt, ihre Baudenkmäler, ihre Plätze aber auch die Welt der versteckten Gartenanlagen. Innere Ruhe und Gelassenheit stellen sich ein bei der Betrachtung von Peter Schauweckers meditativen Aquarellen.
Die Vernissage findet am 2. Juli ab 20:00 Uhr statt.
Einen ersten Überblick über die Ausstellung vermittelt wie gewohnt unsere Homepage. Ab dem Abend der Ausstellungseröffnung findet Sie auch die komplette Ausstellung in unserem Web-Shop.
Um vom bisher buchstäblich ins Wasser gefallenen Sommer wenigstens träumen zu können, zeigen wir in unseren Web-Shop neue Miniaturen von Robert C. Rore mit sommerlichen Szenen am Wasser.
Peinlich, peinlich! Da haben wir das Bonmot von München als der nördlichsten Stadt Italiens wohl überstrapaziert. Der erste Teil unserer Sommerausstellung Notti italiane mutete eher an wie eine Mischung aus Regenwald und sibirischen Nächten. Da hilft es auch wenig, dass das Wetter derzeit auch in Italien Kapriolen schlägt.
Am Montag, den 29.06. ab 19.00 Uhr findet nun die Finissage der Ausstellung statt. Letzte Gelegenheit also, die Arbeiten vom grandiosen Beppe Mora, dem feinstofflichen Pier Maria Leandro Romani und Massimo Fiorito zu betrachten. Hierzu möchten wir Sie herzlich einladen.
Am 2.07. erfolgt die Vernissage des zweiten Teiles der Notti Italiane mit Arbeiten von Bippo Bardaro, Paolo Randazzo und Peter Schauwecker.
In München ist immer noch nicht dauerhaft der Sommer eingetroffen, bzw. er verzieht sich jeweils pünktlich zum Wochenende aus unseren Gefilden (aktuell 14!!! Grad). Daher hier eine Ergänzung in Sachen Sommerliche Kunst als Ersatz für das passende Klima.
Sie sind bonbonfarben, quietschbunt und fröhlich: die Werke von Daniela Kohl aus der Ausstellung Les Vacances. Bei der Gestaltung der Motive orientiert sich Daniela Kohl am beschwingten Design der 50er und frühen 60er Jahre. Sie zeigt die Italien-Sehnsüchte der Wirtschaftswunderjahre ebenso wie mondäne Szenen in gewagten Textilien beim Schaulaufen auf südlicher Promenade. Die Werke machen einfach Lust auf Sommer, Sonne, Wärme, Meer und vor allem Ferien, wie der Ausstellungstitel ja auch nahe legt.
Nachdem der Sommer nicht so richtig in Fahrt kommen will (derzeit schlappe 18 Grad hier auf der Müllerstraße mit bewölktem Himmel und frischer Brise), trotzen wir diesem Aprilwetter mit einem Hinweis auf sommerliche Kunst in unserem Bestand.
Der Stuttgarter Künstler Hannes Steinert spielt genussvoll mit Zitaten aus 2000 Jahren Kunstgeschichte. Besonders sommerlich sind die in den letzten Jahren entstandenen Siebdrucke, die den Übergang in eine neue Werkphase markieren. Hier spielt Hannes Steinert virtuos mit dem Mythos Arkadien, jenem verklärten Land, in dem ein Leben jenseits gesellschaftlicher Zwänge möglich ist. Alle Werke sind in unserem Webshop zu besichtigen.