Archiv des Autors: JH

Werkschau, fertig aus!

Astrid Köhler, Kunstbehandlung

Werkschau, fertig aus!
Ausstellung von Astrid Köhler
25. Oktober bis 24. November 2018

Anders als in den vergangenen Jahren zeigen wir die Arbeiten der Münchner Künstlerin Astrid Köhler nicht im Rahmen der Gruppenausstellung „Damenbesuch“, sondern als Einzelschau. Allerdings mit zwei Gästen, Christian Sedelmayer und Maya Muth, die jeweils Gemeinschaftswerke zeigen, die in Zusammenarbeit mit Astrid Köhler entstanden sind. Von Christian Sedelmayer sind darüber hinaus äußerst ästhetische Siebdrucke zu sehen.

Der Ausstellungstitel „Werkschau, fertig aus !“ ist bewusst gewählt, weil sich die sehr unterschiedlichen Arbeiten der Künstlerin nur schwer unter einem zusammenfassenden Titel präsentieren ließen. Zu sehen sind neben Gemälden, Arbeiten auf Papier und Überarbeitungen auch erstmals Skulpturen. Die so genannten „Epoxies“ – aus der Serie „Remember Lepanto“ – sind im Wesentlichen filigrane Papierfaltarbeiten, meist Papierschiffchen, vor dem Hintergrund einer transparenten Zeichnung, in einem etwa Streichholz- bis Zigarettenschachtel großem, in Stahl gefasstem Block aus Epoxidharz. Diese auf unterschiedlich hohen, gleichfalls filigranen Stelen. Die Motive der Skulpturen wiederholen sich teilweise in den Bildern – poetische, teils morbide Szenen vom Schiffsuntergang, die Astrid Köhler immer wieder beschäftigen.

Dazu gesellen sich „verrückte“ und komische Szenerien, wenn z. B. Schiffbrüchige in der tosenden Brandung in einem überdimensionalen Papierschiffchen Zuflucht suchen und scheinbar aufgeklebte Haftstreifen, die sich als gemalt entpuppen. Dies alles wie immer in unglaublicher Präzision und mit handwerklichem Können. Die Vernissage findet am Donnerstag, den 25. Oktober ab 20 Uhr in Anwesenheit der Künstler statt.
Hierzu sowie zum Besuch der Ausstellung laden wir Sie hiermit herzlich ein.
Alle Exponate der Ausstellung finden sich ab dem Abend der Eröffnung auch in unserem Web-Shop.

Gesalzen und verdreht III

Ulrike Wenzel - Gesalzen und verdreht

Gesalzen und verdreht III
Gemälde-Ausstellung von Ulrike Wenzel
4.-22. Oktober 2018

Manch einer, wie der berühmte Naturforscher Alexander von Humboldt – in dessen Namen in diesen Tagen in Berlin ein neues Fass aufgemacht wird – sammelt Insekten. Ein anderer, wenn er sich’s leisten kann, sammelt Oldtimer. Ulrike Wenzel sammelt Brezn und zwar solche, die nicht der Norm entsprechen: versalzene, verbrannte, missratene, aus der Form geratene. Und wie sich’s für eine Sammlerin gehört, notiert sie Datum und Fundort, bevor sie ihr Objekt der Begierde fein säuberlich 1:1 mit Ölfarbe auf die Leinwand bannt.
Mit großem Vergnügen zeigt die Kunstbehandlung in einer dritten Einzelausstellung Ulrike Wenzels Brezn-Bildnisse. Genauer: 40 neue Brezn, die sich in die Sammlung einfügen, zwei Exkursionen zur Kulturgeschichte der Brezn sowie dem Anlass entsprechend eine Wiesn-Brezn.

Die Vernissage findet am 4. Oktober ab 20:00 Uhr in Anwesenheit der Künstlerin statt. Hierzu sowie zum Besuch der Ausstellung laden wir herzlich ein. Alle Exponate der Ausstellung sind ab dem Abend der Ausstellungseröffnung auch in unserem Web-Shop zu finden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Kalender für 2019

Kunstbehandlung Kalender 2019

Der Volksmund sagt, dass alles ein Ende hätte, nur die Wurst hätte zwei. Was ist mit dem Baguette, dem Lineal und vielen anderen Dingen, haben die nicht auch zwei Enden? Man sieht, dem Volksmund ist nur bedingt zu trauen, ganz besonders in unseren Tagen. Eines ist gewiss, auch dieses irre Jahr geht zu Ende, dann kommt ein neues. Unsere Kalender für 2019 sollen Monat für Monat Abwechslung an die Wand bringen. Schauen Sie selbst.

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Nachtstücke von Robert C. Rore Rore im Sub München

Robert C. Rore Nachtstücke im Sub München

Männer im Dunkeln!
Robert C. Rore stellt im Sub seine Nachtstücke vor.
Montag, 6. August 2018, 19 Uhr

Zeitgleich zur laufenden Jahresausstellung von Robert C. Rore in der Kunstbehandlung haben wir aus unseren Archivbeständen eine kleine aber feine Ausstellung von graphischen Arbeiten des Münchner Künstlers zusammengestellt. Das benachbarte Sub, Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum München e.V., zeigt zehn Aquatinta-Radierungen – „Nachstücke“ – sowie zwei weitere Graphiken von Robert C. Rore. Die Arbeiten werden in Passepartouts und gerahmt präsentiert und sind eine günstige Gelegenheit, eine zeitlose Originalgraphik zu erwerben. Weitere Informationen zur Ausstellung finden sich auf der Website des Sub.

l i c h t s p i e l e n – Jahresausstellung von Robert C. Rore Rore

Robert C. Rore: Die Werkstatt

l i c h t   s p i e l e n
Jahresausstellung von Robert C. Rore
26.07. – 2.10.2018

Es ist die zwanzigste Jahresausstellung von Robert C. Rore in Folge und wieder einmal ist es das Licht (in seinen Bildern), das den Münchner Künstler umtreibt. Zu allen Zeiten, in denen Menschen, in diesem Fall muss man von Künstlern sprechen, Farbe auf einem Bildträger anbrachten, war das Spiel mit dem Licht der entscheidende Faktor zum Gelingen eines Kunstwerkes. Das gilt für die Höhlenmalereien von Lascaux ebenso wie für griechische Vasenmalerei und alle drauf folgenden Epochen der Kunstgeschichte.

Bei Robert C. Rore kommt hinzu, dass seine Bilder um das Thema Mann kreisen. Da gibt es schummriges Licht im Hotelzimmer, gleißendes Licht auf einer mediterranen Terrasse, Licht auf weißer Bettwäsche, das nur über die Schatten sichtbar wird, Licht in Spiegeln, Licht von Kerzen und immer ist mindestens ein Mannsbild mit im Lichtspiel.

Die Vernissage der Ausstellung findet am Donnerstag, den 26. Juli ab 20 Uhr in Anwesenheit des Künstlers statt. Hierzu sowie zum Besuch der Ausstellung möchten wir Sie hiermit herzlich einladen. Zur Ausstellung erscheint ein  Katalog  Alle Exponate der Ausstellung sind ab dem Abend der Eröffnung auch in unserem Web-Shop zu sehen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

p l a y i n g l i g h t s – Annual exhibition by Robert C. Rore

Robert C. Rore: Das Ständchen

p l a y i n g   l i g h t s
Annual exhibition by Robert C. Rore
26.07. – 2.10.2018

It is  Robert C. Rore’s twentieth annual exhibition in a row and once again it is the light (in his paintings) that drives the Munich artist. At all times, when people, in this case one must speak of artists, applied colour on a picture carrier, the play with light was the decisive factor for the success of an artwork This applies to the cave paintings of Lascaux as well as to Greek vase painting and all subsequent epochs of art history.

In Robert C. Rore’s work, it also revolves around the subject of men. There is dim light in the hotel room, glistening light on a Mediterranean terrace, light on white bed linen that is only visible through its shadows, light in mirrors, light from candles and there is always at least one man in the play of light.

The opening of the exhibition will take place on Thursday, 26 July from 8 p.m. in the presence of the artist. We would like to invite you to this and to visit the exhibition.

A catalogue will be published to accompany the exhibition. All items of the exhibition can be seen also in our web shop on the evening of the opening. We are looking forward to your visit.

Zwanzig Jahre Einzelausstellungen von Robert C. Rore in der Kunstbehandlung

Katalog licht spielen Robert C. Rore

Eines Tages im Spätherbst 1996 besuchte mich ein hochgewachsener, sportlicher Mann, der sich, nachdem er den Fahrradhelm abgenommen hatte, als Robert C. Rore vorstellte. Er sei Maler und Zeichner und habe von einem Kollegen erfahren, dass wir die „lichtdurchflutete Abstellkammer“, die wir für Kunstdrucke, Kunstkalender, antiquarische Bücher und „Pop-Ikonen-Look-Alikes“ nutzten, in einen Raum für Ausstellungen speziell für „Männerbilder“ umzuwandeln gedachten. Ob das stimme? Als ich bejahte, zeigte er selbstbewusst eine Mappe mit einigen wenigen Beispielen seiner Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde – doch schon diese kleine Auswahl reichte, um zu merken, dass Männerbilder-Ausstellungen in München ohne seine Arbeiten nicht funktionieren würden. Womit ich Recht behalten sollte.

Im folgenden Frühjahr fand in der Kunstbehandlung dann schon die erste Gruppenausstellung zum Thema Männer statt: „Männersache“, eine etwas anarchische Veranstaltung, an der noch Minuten nach der Eröffnung gewerkelt wurde, mit einem knappen Dutzend Künstler, zu der neben der Ausstellung in der Galerie auch eine Busfahrt durchs Glockenbachviertel mit einer Sambacombo und Stripper und Stripperin an Bord sowie ein abschließendes Nacktkegeln gehörte. Zu dieser Ausstellung liefert Robert C. Rore nur ein einziges Gemälde ein: „Der Tubaist“, gute zwei Quadratmeter, Öl auf Leinwand. Darauf zu sehen war ein auf einem schwarzen Thonet-Stuhl sitzender, mit schwarzen Netzstrümpfen und schwarzen Pumps knapp bekleideter junger androgyner Mann, den Betrachter über knallroten Lippen fixierend, zwischen den endlosen Beinen eine riesige goldfunkelnde Tuba, und alles vor zartblauem Hintergrund. Ein veritables Skandalbild – das dann dreimal den Besitzer wechselte, weil es den Raum, in dem es hängt, dominiert und eigentlich nicht einmal weitere Einrichtungsgegenstände duldet.

Für den darauffolgenden Sommer waren wir mit Robert C. Rore und einem weiteren Künstler zur Ausstellung „Mannsbilder“ verabredet. Rore hatte für seine Bilder das Thema „Anziehen-Ausziehen“ gewählt und neben Gemälden auch Aquarelle und Bleistift-Skizzen mitgebracht; dem Künstlerkollegen überließ er die Wahl der Ausstellungswand und gab sich mit der „schlechteren“ Fläche der Galerie zufrieden. Mir kam das vor wie ein sportlicher Wettkampf, den Rore selbstbewusst aufnahm. Am Ende waren fast alle Werke von Robert C. Rore verkauft, was zur Verabredung einer ersten Einzelausstellung im nächsten Jahr führte. Seitdem findet in der Kunstbehandlung immer zum selben Termin, mit Vernissage am letzten Donnerstag im Juli, die Jahresausstellung von Robert C. Rore statt.

Bis in die Neunzigerjahre des letzten Jahrhunderts war die Isarvorstadt, zu der das Glockenbachviertel gehört und dessen nördliche Grenze die Müllerstraße ist, ein Viertel mit vielen kleinen Handwerksbetrieben und mehr oder weniger gut beleumundeten Kneipen und Gaststätten, die für Abstürze und Höhenflüge immer deutlich besser geeignet waren als etwa das viel schickere Schwabing. Und seit Ende der Siebziger Jahre entwickelte sich um uns herum das zentrale Ausgeh- und zunehmend auch Wohnviertel der Gay-Community. Außerdem waren im Viertel traditionell Galerien ansässig, teils mit berühmten Namen. Sie alle sind inzwischen ins Areal rund um die Pinakothek der Moderne übersiedelt, auch um festzustellen, dass die Gabelsbergerstraße eigentlich ein lebensgefährlicher Autobahnzubringer ist, unwirtlich wie der Mond und frei von Laufpublikum.

Ausstellung von Robert C. Rore in der Kunstbehandlung, 1998

Vorbei. Das einst bunte Treiben, mit berühmten Protagonisten, von Fassbinder bis Freddy Mercury, hat inzwischen eine modefarbige Klientel angezogen, in deren Gefolge nicht nur Boutiquen mit austauschbarem Angebot und Läden für Ernährungsfetischismus, sondern auch die Spekulanten kamen. Was ist nur aus Sex and Drugs and Rock’n’Roll geworden? frage ich mich. Veganismus, Laktoseintoleranz und Helene Fischer am Ende?

Nun, ganz so schlimm ist es – noch – nicht. Immerhin wurde auch eine schillernde Pionierpflanze zu einer kulturellen Institution im Glockenbachviertel. Den Wandel im Viertel haben wir selbst zwar eher nicht mitgemacht, aber durchaus künstlerisch-kulturell begleitet – seit nunmehr über zwanzig Jahren. Ein guter Grund ein bisschen Stolz zu zeigen und wieder neue Werke von Robert C. Rore zu präsentieren, deren Kraft und Qualität und Spielfreude mehr sind als nur Ausdruck einer Epoche oder gar nur einer Mode.

Martin Levec

Mein schwules Auge – Hommage an Tom of Finland

aus: Mein schwules Auge, Rinaldo Hopf

Mein schwules Auge – Hommage an Tom of Finland
Gruppenausstellung kuratiert von Rinaldo Hopf
ab 5. Juli 2018

Ab dem 5. Juli, rechtzeitig zur CSD-Woche in München, zeigen wir in einer Ausstellung und Buchpräsentation von Rinaldo Hopf „Mein schwules Auge – Hommage an Tom of Finland“. In der Ausstellung ist eine Auswahl der Illustrationen des aktuellen, gleichnamigen Sammelbandes zu sehen und der Abend der Ausstellungseröffnung ist gleichzeitig die Signierstunde mit Rinaldo Hopf.

Der diesjährige Band, die No.14 von „Mein Schwules Auge“ befasst sich in Bild und Text mit dem – inzwischen ikonographischen – Werk von Tom of Finland, bürgerlich Touko Laaksonen (1920-1991) und dessen Wirkung auf nachfolgende Künstlergenerationen.

Herausgeber des Bandes, Rinaldo Hopf, nicht nur durch seine Serie „Golden Queers“ fast selbst schon eine Ikone der „schwulen Kunst“ war 2017 „Resident Artist“ in der Tom of Finland Foundation und ist seit vielen Jahren mit regelmäßigen Ausstellungen in der Kunstbehandlung zu sehen.

The Male Figure No. 8 – Gruppenausstellung

The Male Figure - Kunstbehandlung

The Male Figure No. 8 – Gruppenausstellung
ab 3. Mai 2018

mit Arbeiten von Artboydancing, Ivo Blanck by Martin Bazle, Klaus C. Dietrich, Rinaldo Hopf, Shinji Horimura, Astrid Köhler, Sven Oliver, Robert C. Rore, Sergey Sovkov, Petra Winheller u. a.

Zum 8. Mal in loser Folge zeigen wir die Gruppenausstellung „The Male Figure“. Darin gesellen sich zu bekannten Künstlern der Galerie, die zum Thema Männerbilder arbeiten, immer wieder neue Talente, um einen vielleicht neuen Blick auf das Thema zu zeigen.

Vielfältig wie die Aussteller ist auch die Bandbreite der Arbeitstechniken. Die reicht vom klassischen Gemälde über Aquarell und Zeichnung hin zu Fotografie, Keramik, Objekt und Skulptur.

Neu dabei ist Sven Oliver, der in seinen Arbeiten gegen das Waschbrettbauch-Diktat anzeichnet. Erstmals in dieser Ausstellung dabei sind auch zwei Künstlerinnen. Astrid Köhler zeigt „schräge“ Stücke aus ihrer Serie „Updates“. Petra Winheller fotografiert in ziemlich einzigartiger Technik Rugby-Spieler-Fotografien, die in beeindruckender Weise die Dynamik des Spiels zeigen und die gleichzeitig vor Erotik knistern.

Die Vernissage findet am 3. Mai ab 20 Uhr in Anwesenheit der Künstler_innen statt. Hierzu sowie zum Besuch der Ausstellung möchten wir Sie hiermit herzlich einladen. Alle Exponate der Ausstellung finden Sie ab dem Abend der Eröffnung auch in unserem Web-Shop. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.